Mit Adipositas verbundene Erkrankungen haben keinen Einfluss auf den Gewichtsverlust durch Tirzepatid7. Juni 2024 Foto: © grinny/stock.adobe.com Eine mit Adipositas verbundene Erkrankung hat keinen Einfluss auf den mit dem Wirkstoff Tirzepatid erzielten Gewichtsverlust. Das ist das Ergebnis einer Studie*, die auf der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO 2024), USA, vorgestellt wurde. In der neuen Studie* wurde untersucht, ob einige Krankheiten, die mit Adipositas in Verbindung stehen, zu einer geringeren Gewichtsabnahme führen. „Insgesamt führte die Tirzepatid-Behandlung zu einer signifikanten Gewichtsabnahme, unabhängig von der Anzahl der adipositasbedingten Komplikationen, die die Patienten zu Beginn der Studie aufwiesen“, berichtet Sriram Machineni vom Albert Einstein College of Medicine, USA. Die Forscher kombinierten die Ergebnisse aus vier verschiedenen Studien. Die Designs der einzelnen Studien und die Merkmale der Patienten waren unterschiedlich, aber alle Patienten waren adipös. Insgesamt gab es 4726 Probanden, die alle entweder adipös (Body-Mass-Index, BMI, über 30) oder übergewichtig (BMI von mindestens 27) waren und eine mit Adipositas zusammenhängende Erkrankung hatten. Eine Untergruppe von 938 Personen aus einer der vier Studien hatte Typ-2-Diabetes. Die in den Tirzepatid-Gruppen erzielten Gewichtsverluste wurden nach der Anzahl der mit Adipositas zusammenhängenden Erkrankungen (keine anderen Erkrankungen, eine solche Erkrankung oder zwei oder mehr) im Vergleich zu Patienten, die ein Placebo erhielten, klassifiziert. Ergebnis der Studie Teilnehmer, die älter waren oder schon länger an Adipositas litten, wiesen erwartungsgemäß eine größere Anzahl von Adipositas-bezogenen Begleiterkrankungen auf. Bei den mit Tirzepatid behandelten Teilnehmern wurde im Vergleich zu Placebo eine stärkere Verringerung des Körpergewichts festgestellt, unabhängig vom Vorliegen anderer mit Adipositas zusammenhängender Erkrankungen. *Die Studie wurde vom Tirzepatid-Hersteller Eli Lilly Inc. finanziert.
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