Mit Metformin gegen Herzschwäche? Betroffene für Studie im Raum Berlin gesucht4. März 2022 Wolfram Döhner von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Leiter der Studie METRIS-HF-DZHK18. Foto: Charité/Wiebke Peitz In der Studie METRIS-HF untersuchen Forschende von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wie man den Energiestoffwechsel des Herzens verbessern kann, damit das Herz wieder mehr Energie hat. Interessierte können sich in drei Berliner Studienzentren melden. Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche erhalten in der Studie ein halbes Jahr lang den Wirkstoff Metformin. Teilnahmeberechtigt sind Personen, bei denen noch kein Diabetes festgestellt wurde. Bei ihnen könnte eine unerkannte Insulinresistenz vorliegen, wodurch die Herzzellen aus dem Blutzucker nicht genügend Energie herstellen können. „Wir erhoffen uns von der Studie, dass sich mit einem verbesserten Energiestoffwechsel des Herzens auch die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert“, erklärt der Studienleiter Prof. Wolfram Döhner von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Hintergrund der Überlegungen ist, dass eine Insulinresistenz bei Routineuntersuchungen von Herzschwäche-Betroffenen oft nicht auffällt und deshalb auch nicht behandelt wird. Aus einer Insulinresistenz kann sich, oft erst Jahre später, ein Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln. Sie kommt bei Menschen mit Herzschwäche mit bis zu 40 Prozent deutlich häufiger vor als in der übrigen Bevölkerung und verschlechtert die Prognose zusätzlich. „Die Studie bietet den Vorteil, dass unsere Patientinnen und Patienten sehr gründlich untersucht und betreut werden“, wirbt Döhner. In den drei bis fünf Terminen im Studienzentrum werden die Teilnehmenden ausführlich untersucht. Es wird Blut abgenommen und ein EKG geschrieben. Außerdem werden Herzultraschall- und MRT-Untersuchungen durchgeführt. „Durch diesen Rundum-Check haben wir die Gesundheit der Patientinnen und Patienten sehr genau im Blick.“ Informationen für Interessenten Patientinnen und Patienten die an der METRIS-HF-Studie teilnehmen möchten, können das Kontaktformular auf der Studienwebsite nutzen, dem Studienteam mailen oder direkt anrufen. Das Studienteam führt eine kurze Befragung durch, um zu klären, ob die Interessierten für die Studie geeignet sind. Teilnehmende müssen bereit sein, drei bis fünf Termine im Studienzentrum wahrzunehmen, sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von bis zu 350 Euro. Außerdem werden anfallende Fahrtkosten erstattet. Die Studienzentren befinden sich an den Standorten der Charité Campus Virchow-Klinikum (Wedding) und Campus Benjamin Franklin (Steglitz), sowie am Unfallkrankenhaus Berlin (Marzahn).
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