Hitzeschutz: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer sind klimatisiert19. August 2026 Bild (KI-generiert): Megin Design – stock.adobe.com Laut einer Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstitutes im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) können 59 Prozent der deutschen Kliniken kein einziges Patientenzimmer kühlen. Bei den restlichen 41 Prozent gelingt dies im Mittel nur bei elf Prozent der Zimmer. Ursache für die mangelhafte Ausstattung mit Kühltechnik ist in fast allen Fällen die fehlende Finanzierung, so die Studie. Die DKG fordert angesichts dieser Zahlen entschiedenes Handeln, um die Krankenhäuser bis zum Sommer 2027 in die Lage zu versetzen, ihre Gebäude zügig mit Kühltechnik nachzurüsten, um für die erwartbaren längeren und intensiveren Hitzeperioden vorbereitet zu sein. Hitze sei für viele Patienten lebensgefährlich. Daher besteht in Krankenhäusern – wie auch in Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen – besonderer Handlungsbedarf, konstatiert die DKG. Patienten schwitzen in Betten, Personal muss arbeiten „Wenn es heiß wird, herrschen fast überall in deutschen Krankenhäusern inakzeptable Zustände. Nur rund fünf Prozent der Patientenzimmer können aktiv gekühlt werden. Die Räume heizen sich auf, Menschen haben keine andere Wahl als in ihren Betten zu schwitzen. Und nicht zuletzt müssen auch die Beschäftigten bei Höchsttemperaturen volle Leistung bringen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG Dr. Gerald Gaß. Sie könnten ihre Arbeitszeit nicht in kühlere Stunden verlegen oder ins Hitzefrei gehen. Diese Zustände müssten sich so schnell wie möglich ändern, forderte er Fehlende Investitionskosten der Länder Das fehlende Geld für Kühltechniken in Kliniken liegt laut Gaß in der „seit Jahrzehnten unzureichenden Investitionskostenfinanzierung der Länder“. Obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet seien, die tatsächlich anfallenden Kosten für zum Beispiel Bauten und technische Infrastruktur zu tragen, seien derzeit gerade 60 Prozent davon gedeckt. „Die Krankenhäuser müssen jetzt die Mittel erhalten, um so schnell wie möglich nachrüsten zu können. Bis zum kommenden Sommer muss sich die Situation spürbar verbessert haben“, verlangte Gaß. „Es ist traurig, dass es erst mehr als zehntausend Hitzetote brauchte, bis die Politik das Problem überhaupt auf die Tagesordnung genommen hat“, befand Gaß. Jetzt gelte es ins Handeln zu kommen und umgehend Kühltechnik nachzurüsten. Die Gesamt-Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier. Auch interessant:Bundesumweltminister Schneider will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern Was tut die Bundesregierung gegen die Hitzetoten?
Mehr erfahren zu: "Umfrage: Osteopathie-Allianz sieht Auftrag für berufsgesetzliche Regelung bestätigt" Umfrage: Osteopathie-Allianz sieht Auftrag für berufsgesetzliche Regelung bestätigt Laut einer Befragung im Auftrag der Osteopathie-Allianz sind osteopathisch und schulmedizinisch versorgte Patienten deutlich zufriedener als vergleichbare ausschließlich schulmedizinisch behandelte Patienten.
Mehr erfahren zu: "Typ-2-Diabetes: Knochenschwund keine ausreichende Erklärung für erhöhtes Frakturrisiko" Typ-2-Diabetes: Knochenschwund keine ausreichende Erklärung für erhöhtes Frakturrisiko Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Frakturrisiko – obwohl ihre Knochenmineraldichte häufig höher ist als bei Menschen ohne Diabetes. Eine aktuelle Analyse deutet nun darauf hin, dass auch langfristige Veränderungen […]
Mehr erfahren zu: "Besser verstehen, sicherer behandeln: Würzburg trainiert kultursensible Medizin" Besser verstehen, sicherer behandeln: Würzburg trainiert kultursensible Medizin Verständigungsprobleme können zu verzögerten Diagnosen oder fehlerhaften Behandlungen führen. Mit neuen Modulen im Pflichtcurriculum schließt die Universitätsmedizin Würzburg eine Lücke im Medizinstudium und vermittelt Kompetenzen für kultursensible Kommunikation.