„Mittelmeer-Diät“ und nicht alkoholische Fettleber: Einfluss auf die Insulinresistenz20. Juni 2018 © StockPhotoPro – fotolia.com Wissenschaftler aus Italien haben sich mit dem Zusammenhang zwischen der Prävalenz der nicht alkoholischen Fettleber (NAFLD) und der mediterranen Ernährungsweise – viel Gemüse, Fisch und Hülsenfrüchte sowie Olivenöl, Milchprodukte in Maßen und wenig rotes Fleisch – beschäftigt. Dabei stellten sie fest, dass die NAFLD-Prävalenz umgekehrt mit dieser Form der Ernährung assoziiert ist. Zudem war ein striktes Befolgen der „Mittelmeer-Diät“ bei NAFLD-Patienten mit einer geringeren Insulinresistenz assoziiert. Vor dem Hintergrund, dass Herz- und Stoffwechselerkrankungen in der westlichen Welt zunehmen und dafür auch Veränderungen der Lebensgewohnheiten und der Ernährung verantwortlich sind, hatten die Forscher 584 Patienten in ihre Untersuchung eingeschlossen. Alle Probanden wiesen einen oder mehr kardiovaskuläre Risikofaktoren auf: Typ-2-Diabetes, arterielle Hypertonie, Übergewicht oder Adipositas oder Dyslipidämie. Die Studienteilnehmer waren im Durchschnitt 56,2±12,4 Jahre alt, bei 38,3 % handelte es sich um Frauen. Eine Lebersteatose lag bei 82,7 % der Studienteilnehmer vor; ihre Prävalenz nahm von der Gruppe mit geringer zu der mit hoher Adhärenz in Bezug auf eine mediterrane Ernährung ab (96,5 % vs. 71,4 %; p<0,001). Eine multiple logistische Regressionsanalyse ergab, dass eine Hypertriglyzeridämie (Odds Ratio [OR] 2,913; p=0,002), Log (Alanin-Aminotransferase [ALT]) (OR 6,186; p<0,001), Adhärenz in Bezug auf eine mediterrane Ernährung (mittelmäßig vs. gering: OR 0,115; p=0,041; hoch vs. gering: OR 0,093; p=0,030), Typ-2-Diabetes (OR 3,940; p=0,003) und großer Bauchumfang (OR 3,012; p<0,001) mit einer NAFLD assoziiert waren. Bei Betrachtung einzelner Nahrungsmittel stand ein geringer Fleischkonsum (OR 0,178; p<0,001) in unabhängiger Art und Weise signifikant mit einer NAFLD in Zusammenhang. Bei 334 NAFLD-Patienten ohne Diabetes standen das Alter (OR 1,035; p=0,025), ein großer Bauchumfang (OR 7,855; p<0,001), Hypertriglyzeridämie (OR 2,152; p=0,011) und Log (ALT) (OR 2,549; p=0,002) direkt mit dem HOMA-IR (homeostatic model assessment of insulin resistance) in Zusammenhang, während der Med-Diet-Score in umgekehrter Art und Weise damit assoziiert war (OR 0,801; p=0,018). Fazit Bei NAFLD-Patienten war die „Mittelmeer-Diät“ bei strikter Einhaltung mit einer geringeren Insulinresistenz assoziiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die „Mittelmeer-Diät“ bei NAFLD-Patienten ein vorteilhafter Ernährungsansatz sein kann, so die Autoren abschließend. Autoren: Baratta F et al. Korrespondenz: Dr. Daniele Pastori, Sapienza University of Rome, Rom, Italien; [email protected]. Studie: Adherence to Mediterranean Diet and Non-Alcoholic Fatty Liver Disease: Effect on Insulin Resistance Quelle: Am J Gastroenterol 2017;112(12):1832–1839. Web: www.nature.com/ajg
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