Morgens Prostata raus, abends zu Haus14. März 2025 Nach einer roboterassistierten Prostatektomie kann es unter bestimmten Voraussetzungen durchaus möglich sein, die Patienten am gleichen Tag zu entlassen. Foto (Symbolbild): nimito – stock.adobe.com Nach einer Multiport-Roboter-assistierten radikalen Prostatektomie (MP-RARP) können Patienten am selben Tag entlassen werden, ohne die Operationsergebnisse zu beeinträchtigen. Dies ergibt eine im „Journal of Endourology“ publizierte Studie. Die Autoren um David I. Lee von der Abteilung für Urologie an der Universität von Kalifornien in Irvine (CA, USA) hatten über mehrere Jahre beobachtet, dass bei der Mehrheit der Männer am Abend nach der Operation keine routinemäßige Intervention erforderlich war. Üblicherweise sei die Entlassung am nächsten Tag vorgesehen. In ihrer Veröffentlichung beschreiben sie nun detailliert die Ergebnisse bei der Entlassung am selben Tag (Same-Day Discharge, SDD). Aus ihrer Untersuchung schlossen Erstautor Sohrab Naushad Ali und Kollegen zunächst die Patienten aus, die per Single-Port-RARP behandelt wurden (n=25) und die in der Klinik übernachteten (n=30). Dann erhoben sie die Daten von 224 Patienten (n=224/279; 88,2%), die sich zwischen Mai 2021 und September 2023 einer MP-RARP unterzogen hatten. Alle Patienten wurden in ein Protokoll zur verbesserten Genesung nach der Operation aufgenommen und erhielten Anweisungen bezüglich der SDD. In der Woche nach der Operation wurden Daten zu Nachrichten und Telefonanrufen an medizinisches Fachpersonal oder die urologische Klinik sowie Besuche in der Notaufnahme aufgezeichnet. Die mittlere Operationszeit betrug 142,5 ± 25,2 min, die mittlere Konsolenzeit erreichte 95,1 ± 25,6 min. Der Median des geschätzten Blutverlustes lag bei 50 ml (Interquartilsabstand [IQR] 50–100). Die Dauer der Hospitalisierung belief sich im Schnitt auf 163,2 ± 64,6 Minuten. In der beobachteten Kohorte traten keine intraoperativen Komplikationen auf. Der Median des von den Patienten berichteten Schmerzwertes 1 Stunde nach der Operation lag bei 3,5 (IQR 0–7), verglichen mit 2 (IQR 0–4) bei der Entlassung. Von den 145 (64,7%) Patienten, die über eine postoperative Schmerzbehandlung berichteten, gaben nur 50 (34,4%) an, Opioide zu verwenden, und von diesen waren 8 (16%), die ohnehin chronisch Opioide einnahmen. In der Woche nach der Operation suchten 14 (6,3%) Patienten die Gesundheitseinrichtung ungeplant auf. Darüber hinaus kontaktierten 56 (25 %) der Patienten im gleichen Zeitraum die Klinik bezüglich des postoperativen Verlaufs. (ms)
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