Mukoviszidose e. V. schreibt neue Förderrunde aus27. März 2020 Foto: © momius/Adobe Stock Die aktuelle Corona-Pandemie macht es deutlich: Menschen mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweis. der Mukoviszidose (Cystische Fibrose [CF]) sind besonders vulnerabel in gesundheitlichen Krisen. Gerade sie sind angewiesen auf medizinische Forschung, die es zum Ziel hat, Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Um Forschende zu unterstützen, schreibt der Mukoviszidose e. V. auch in diesem Jahr Fördergelder für Projekte und klinische Studien aus, die einen Nutzen für CF-Patienten erwarten lassen. Bis zum 15. Juli 2020 können Wissenschaftler ihre Anträge in den Bereichen Projektförderung und Nachwuchsförderung einreichen. Insgesamt stehen hierfür 500.000 Euro zur Verfügung. Projektförderung Mit dem Modul „Projektförderung“ werden CF-relevante Forschungsprojekte gefördert, die eine klinische Anwendung bei CF-Patienten und/oder die Schaffung von neuem, krankheitsbezogenen Wissen erwarten lassen. Die Ausschreibung ist zwar themenoffen, eine reine Grundlagenforschung ohne klinische Anwendungsperspektive ist allerdings nicht möglich. Ziel der Projektförderung ist es, Arbeitsgruppen in Deutschland zu unterstützen, für Mukoviszidose relevante Fragestellungen zu bearbeiten und Vorarbeiten durchzuführen, die als Vorbereitung auf andere nationale und internationale Ausschreibungen notwendig sind. Antragsberechtigt sind Forscher und Kliniker aus Arbeitsgruppen, die in Deutschland ansässig sind. Die Anträge können sich im Rahmen des insgesamt zur Verfügung gestellten Budgets bewegen. Alle Anträge werden in einem zweistufigen Evaluierungsverfahren begutachtet, das rund ein Jahr in Anspruch nimmt. Anhand des eingereichten Kurzantrags entscheidet der Vorstand der Forschungsgemeinschaft Mukoviszidose (FGM) im Mukoviszidose e. V., ob der Antragsteller aufgefordert wird, einen ausführlichen Antrag einzureichen. Diesen evaluieren anschließend externe Gutachter. „Wir finanzieren unsere Forschungsförderung aus Spendengeldern, daher legen wir auf eine intensive Begutachtung der Projektanträge großen Wert“, erläutert Dr. Miriam Schlangen, Mitglied der Geschäftsführung des Mukoviszidose e. V., Leitung Fachbereich Forschung, Therapieförderung und Gesundheitspolitik. Für kleinere Fragestellungen können Arbeitsgruppen die Förderung eines Kleinprojekts (bis maximal 20.000 Euro) beantragen. Hier ist das Antragsverfahren einstufig, und eine Entscheidung wird in der Regel innerhalb von sechs Monaten getroffen. Nachwuchsförderung Darüber hinaus finanziert der Mukoviszidose e. V. Personalmittel für junge und engagierte Forscher während ihrer Qualifikationsphase. Für das Modul „Nachwuchsförderung“ können sich Ärzte mit abgeschlossener Promotion, die sich in der Facharztausbildung befinden und sich gleichzeitig wissenschaftlich weiterqualifizieren wollen (z. B. Habilitation), sowie naturwissenschaftliche Doktoranden oder Post-Docs bewerben. Die maximale Fördersumme liegt bei 150.000 Euro. Reisekosten in Höhe von jährlich 1.000 Euro können zusätzlich beantragt werden. Informationen zur Antragstellung (inkl. Formulare) sind zu finden auf der Internetseite des Mukoviszidose e. V.
Mehr erfahren zu: "„Ungewöhnlich früh“: Allergiker leiden schon unter Pollenflug" „Ungewöhnlich früh“: Allergiker leiden schon unter Pollenflug Die Erkältungszeit ist noch nicht vorbei, da stehen die nächsten Plagegeister vor der Tür: Haselpollen. In einigen Regionen ist der Pollenflug so stark wie noch nie Mitte Januar.
Mehr erfahren zu: "Lungenkrebs-Screening bei Ex-Rauchern: Risikoadaptierte Strategie sinnvoll" Lungenkrebs-Screening bei Ex-Rauchern: Risikoadaptierte Strategie sinnvoll Ein Team vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat eine neue, risikoadaptierte Strategie für den Start des Lungenkrebs-Screenings bei ehemaligen starken Rauchern entwickelt. Ziel ist es, den Beginn der Früherkennung nicht pauschal […]
Mehr erfahren zu: "Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena" Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland erhielt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) jüngst die Auszeichnung „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“.