Multiple Sklerose als Schwerpunkt einer Zusatzstudie des NAKO-Konsortiums1. November 2021 Foto: ©studio v-zwoelf – stock.adobe.com Mit der Zusatzstudie StERKE1 sollen im Rahmen der NAKO-Gesundheitsstudie der Einfluss von Risiko- und weiteren Faktoren auf die Entstehung und den Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose (MS) untersucht sowie aus der Erkrankung hervorgehende Beeinträchtigungsmuster beschrieben werden. Multiple Sklerose ist eine entzündliche, degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems, welche oft mit einer stetigen Verschlechterung der körperlichen und kognitiven Fähigkeiten einhergeht. Was diese Krankheit kennzeichnet, sind die großen individuellen Unterschiede bezüglich des Verlaufs, der Beschwerden und des Therapieerfolgs. Hinzu kommt, dass “die MS-Ursachen noch nicht klar sind”, erklärt Prof. Heiko Becher, Institutsdirektor und Abteilungsleiter Epidemiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und wissenschaftlicher Projektleiter der NAKO Studie am Standort Hamburg, der die Studie gemeinsam mit Prof. Christoph Heesen, Leiter der MS-Tagesklinik am UKE Hamburg, initiiert hat. “Man geht aber von einer Kombination unterschiedlicher Ursachen (wie z. B. Genen, Umwelt- und Lebensstilfaktoren) aus, deren genaues Zusammenspiel bis heute ungeklärt ist.” Hier setzt die StERKE-Studie an. Im Rahmen dieser in die NAKO eingebetteten Fall-Kontroll-Studie werden aus den NAKO-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern sowohl Personen mit MS als auch Personen ohne MS mithilfe eines Fragebogens zu potenziellen Risikofaktoren befragt und miteinander verglichen. Von besonderem Interesse sind hierbei unter anderem vorgeburtliche Faktoren, Vorerkrankungen sowie Erkrankungen im Kindesalter, belastende Lebensereignisse, körperliche Aktivität und das Ernährungsverhalten. Der Start der Studie ist im November 2021. Die individuelle Einladung zur Teilnahme erfolgt automatisch durch die Studienzentren, die vor Ort die Ansprechpartner für Rückfragen sind.
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