Muskelinvasives Urothelkarzinom: Anhaltende Vorteile durch adjuvantes Nivolumab10. Januar 2025 Nivolumab-Fab (braun und grün) bindet an die Zielstruktur Programmed Death Protein 1 (PD-1). Grafik: Walter_D – stock.adobe.com Eine erweiterte Analyse der CheckMate-274-Studie unterstützt nach Ansicht der Autoren die Annahme, dass adjuvantes Nivolumab ein neuer Standard in der Behandlung des muskelinvasiven Urothelkarzinoms mit hohem Rezidivrisiko nach radikaler Resektion werden könnte. CheckMate 274 ist eine randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie, die adjuvantes Nivolumab im Vergleich zu Placebo in der genannten Indikation gegenüber Placebo überprüft. Der primäre Endpunkt krankheitsfreies Überleben (DFS) wurde bereits erreicht, und zwar sowohl in der Intent-to-Treat(ITT)-Population als auch in der Population mit Tumor-PD-L1-Expression von ≥1% (PD-L1: Programmed Cell Death 1 Ligand 1). In der aktuellen Publikation berichten Matthew D. Galsky von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York (NY, USA) und seine Coautoren jetzt, dass sich auch bei einer erweiterten medianen Nachbeobachtung von 36,1 Monaten ein konsistenter DFS-Vorteil mit Nivolumab gegenüber Placebo bei den ITT-Patienten ergab (Hazard Ratio [HR] 0,71; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,58–0,86). Noch deutlicher war der Vorteil bei den Patienten mit PD-L1 ≥1% (HR 0,52; 95%-KI 0,37–0,72). Galsky et al. publizieren in der aktuellen Ausgabe des “Journal of Clinical Oncology” außerdem vorläufige Daten zum Gesamtüberleben (OS): Die HR für das OS mit Nivolumab vs. Placebo betrug 0,76 (95%-KI 0,61–0,96) in der ITT-Population und 0,56 (95%-KI 0,36–0,86) in der Patientengruppe mit PD-L1 ≥1 %. Zudem sei ein anhaltender Vorteil beim RFS, bezogen auf Rezidive außerhalb des Harntraktes, sowie beim fernmetastasenfreien Überleben in beiden Patientenpopulationen zu beobachten gewesen. Eine explorative Analyse bei Patienten mit primären muskelinvasiven Blasentumoren zeigte ebenfalls anhaltende Wirksamkeitsvorteile, unabhängig vom PD-L1-Status. Darüber hinaus seien keine neuen Sicherheitssignale gemeldet worden, berichten die Forscher. (ms)
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