Mycoplasma pneumoniae: Fast 90 Prozent der Patienten entwickeln eine Pneumonie1. Januar 2025 MADRID (Biermann) – Nach Berichten über eine erhöhte Inzidenz und Schwere von Mycoplasma-pneumoniae-Infektionen bei Kindern in Asien haben Forschende aus Spanien auch in ihrem Land einen seit November 2023 „bemerkenswerten Anstieg der Krankenhauseinweisungen“ aufgrund von M.-pneumoniae-Infektionen gefunden. Wie Ana Méndez-Echevarría vom La Paz Hospital in Madrid, Spanien, und Kollegen im „Pediatric Infectious Disease Journal“ berichten, hatten sie für ihre Erhebung die Daten aller in 32 Krankenhäusern behandelten Patienten <18 Jahren zusammengetragen, die zwischen Januar 2023 und März 2024 wegen einer M. pneumoniae-Infektion stationär behandelt worden waren. Die Infektion musste durch eine positive Polymerase-Kettenreaktion und/oder durch 2 serologische Tests bestätigt worden sein. Auf diese Weise identifizierte das Autorenteam 623 Kinder, von denen 79 % in den letzten 3 Monaten des Studienzeitraums diagnostiziert worden waren und 87 % eine Pneumonie entwickelt hatten, die damit die häufigste Diagnose war. Atemwegssymptome traten in 97 % der Fälle auf, wobei 62 % der Kinder Sauerstoff benötigten und 14 % in die pädiatrische Intensivstation (PICU) aufgenommen werden mussten. Zu den Risikofaktoren für die Aufnahme in die PICU gehörten neurologische Symptome, Hypoxämie und eine Frühgeburtsanamnese. Kinder, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigten, wiesen bei der Aufnahme eine signifikant höhere Neutrophilenzahl auf. (ej) Autoren: Méndez-Echevarría A et al.Korrespondenz: [email protected]Studie: Increased Severity of Mycoplasma pneumoniae Infections in Spanish ChildrenQuelle: Pediatr Infect Dis J 2024;43(12):1113–1119.Web: doi.org/10.1097/INF.0000000000004461
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