Nach COVID-19: Erhöhtes Risiko für neu auftretendes Vorhofflimmern14. November 2024 Symbolfoto: ©PhotoSG/stock.adobe.com Die COVID-19-Pandemie mag vorbei sein, die Folgen einer Infektion mit SARS-CoV-2 werden uns aber vermutlich noch länger begleiten. FERRARA (Biermann) – So belegt die jüngste Metaanalyse von 5 Beobachtungsstudien mit insgesamt >19,4 Mio. inkludierten Menschen, dass Personen, die von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind, ein höheres Risiko für Vorhofflimmer(VHF)-Ereignisse aufweisen als Personen in der Allgemeinbevölkerung. Erstautor Marco Zuin und Kollegen von der University of Ferrara (Italien) durchsuchten in Übereinstimmung mit der Leitlinie „Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses“ die Literaturdatenbanken Medline und Scopus. Ziel war, alle bis zum 1. Dezember 2023 veröffentlichten Artikel zu finden, in denen über das VHF-Risiko bei Patienten berichtet wurde, die sich von einer COVID-19-Infektion erholt hatten, im Vergleich zu nichtinfizierten Patienten, bei denen sich die Arrhythmie während desselben Nachbeobachtungszeitraums entwickelte. Die Studienautoren bezogen insgesamt 19.478.173 Patienten (Durchschnittsalter 56,5 Jahre; 63,0 % Männer) aus 5 Beobachtungsstudien in die Analyse ein. Davon erholten sich 5.692.510 von einer SARS-CoV-2-Infektion. Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 14,5±3,2 Monaten ergab die Auswertung über das Mantel-Haenszel-Modell mit zufälligen Effekten eine gepoolte Inzidenz von neu auftretendem VHF in 2,6 % der Fälle (95 %-KI 1,8–6,18). Patienten, die sich von COVID-19 erholt hatten, wiesen ein höheres Risiko für das Auftreten von VHF auf (HR 1,57; 95 %-KI 1,24–1,99; p<0,0001; I2=77,9 %) als nichtinfizierte Personen während desselben Nachbeobachtungszeitraums. Sensitivitätsanalysen bestätigten den Forschern zufolge die ermittelten Ergebnisse. Eine multivariable Metaregression, die das Alter, das männliche Geschlecht, die Hypertonieanamnese, die Koronare Herzkrankheit und die Dauer der Nachbeobachtung einbezog, konnte einen erheblichen Teil der mittels Higgins-I2-Statistik beurteilten Heterogenität erklären (R2=54,3 %; p=0,01). (ah) Autoren: Zuin M et al.Korrespondenz: Matteo Bertini; [email protected]Studie: Risk of incident atrial fibrillation after COVID-19 infection: A systematic review and meta-analysisQuelle: Heart Rhythm 2024;21(9):1613–1620.doi: 10.1016/j.hrthm.2024.04.064
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