Nachwuchswissenschaftler mit SEED-Stipendium des KKNMS ausgezeichnet8. Oktober 2019 Prof.Wolfgang Brück (l.) und Dr. Thanos Tsaktanis (©DGN/Claudius Pflug) Dr. Thanos Tsaktanis, Klinikum rechts der Isar der TU München, ist der diesjährige Stipendiat des SEED-Programms des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS). Der SEED-Stipendiat Dr. Thanos Tsaktanis befasst sich in seinem Projekt „Transcriptional control of tissue regenerative HB-EGF in autoimmune CNS inflammation“ mit dem therapeutischen Effekt von HB-EGF auf verschiedene Stadien der Multiplen Sklerose (MS). HB-EGF ist ein regenerativer und anti-entzündlicher Botenstoff, der von Astrozyten freigesetzt wird. In Vorarbeiten konnte er nachweisen, dass in der chronisch progredienten Phase der MS, einhergehend mit der Zunahme des Behinderungsgrads, HB-EGF erniedrigt ist. Im nun geförderten Projekt möchte er im Tiermodell den therapeutischen Effekt von HB-EGF auf die akute und chronische Phase der MS untersuchen und den zugrundeliegenden Pathomechanismus beleuchten. Zudem soll an Proben von MS-Patienten untersucht werden, ob HB-EGF als Biomarker für den klinischen Krankheitsverlauf dienen könnte. Damit erforscht dieses Projekt die Möglichkeit eines neuen Therapie- und Monitoringansatzes zur Behandlung der MS. „Die genauen Mechanismen, die Krankheitsentstehung und -verlauf steuern oder vorhersagen, sind nach wie vor unbekannt. Mit seinem Projekt trägt Dr. Tsaktanis dazu bei, diese besser zu verstehen. Wir freuen uns daher sehr, seine überzeugende Forschungsarbeit mit dem SEED-Stipendium unterstützen zu können“, sagte Prof. Heinz Wiendl, Vorstandsvorsitzender des KKNMS. Neben der finanziellen Förderung gewährleistet das SEED-Programm, dass die Preisträger sechs Monate von der klinischen Routineversorgung freigestellt werden. Das SEED-Programm richtet sich an Nachwuchsforscher unter 35 Jahren, die sich in der ärztlichen Ausbildung befinden. Pro Projekt erhalten sie bis zu 32.000 Euro.
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