Nasennebenhöhlen-OP: Anatomie und Outcome16. November 2017 Foto: ©CLIPAREA.com/fotolia.com Der Einfluss anatomischer Eigenarten der Nasennebenhöhlen auf die Ätiologie chronischer Rhinosinusitis (CRS) ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig geklärt. Außerdem stellt sich auch die Frage, inwieweit die individuellen anatomischen Merkmale der Nasennebenhöhlen Einfluss auf Langzeitresultate bei CRS hat. In einer aktuellen Studie untersuchten neuseeländische Chirurgen die Auswirkungen anatomischer Charakteristika des mittleren Nasenganges bei Patienten mit CRS. Zur Klärung analysierten die Autoren medizinische Datenbanken mit 86 Fällen (2009 bis 2013) von CRS die entweder mit funktioneller endoskopischer Nasennebenhöhlenoperation (FESS) im vorderen Bereich oder kompletter FESS behandelt wurden. Es wurden innerhalb der Gruppen Vergleiche bezüglich der Symptomscores, der CT-Scans, Revisionsoperationen, Rücküberweisung nach Entlassung sowie die Anzahl der klinischen Follow-ups angestellt. Mehr anatomische Besonderheiten – häufigere Erkrankungen der Nasennebenhöhlen Nach dem chirurgischen Eingriff war der Symptomscore bei den Patienten mit FESS im vorderen Bereich um durchschnittlich 4,6±0,8 reduziert, während bei Patienten mit (CRSwNP) oder ohne (CRSsNP) nasale Polypen der Symptomscore um 5,7 ± 1,1 bzw. 5,9 ± 1,3 reduziert wurde. Patienten mit FESS im vorderen Bereich benötigten weniger klinische Follow-ups als Patienten der CRSwNP-Gruppe (Δ 2,7 ± 0,9, P < 0,001) oder der CRSsNP-Gruppe (Δ 3,3 ± 0,6, P < 0,001). Patienten mit weniger anatomischen Besonderheiten (0-2) benötigten mehr Follow-ups (5,2 ± 0,6) als diejenigen mit einer höheren Anzahl Charakteristika (3 und mehr; 3,8 ± 0,3; P = 0,05). Es zeigten sich zwischen den Gruppen keine Unterschiede hinsichtlich Revisionsoperationen, erneuter CT-Scans oder Raten der Rücküberweisungen. Eine nicht extensive Chirurgie führt nach Fazit der Autoren bei lokal beschränkter Erkrankung zu einem vergleichbaren Symptomrückgang wie bei extensiver Erkrankung und ebenso extensiver Chirurgie. Patienten mit einer höheren Anzahl anatomischer Besonderheiten haben auch häufiger Erkrankungen der Nasennebenhöhlen. (am) Quelle: Wu et al. Auris Nasus Larynx. 2017 Aug;44(4):417-421.
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