Nasopharynxkarzinom: Mit Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Ansprechen gegenüber Chemotherapie verbessern

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Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Izalontamab Brengitecan verbesserte in einer aktuellen Studie beim stark vorbehandelten rezidivierten oder metastasierten Nasopharynxkarzinom das Ansprechen gegenüber Chemotherapie. Das Risikoprofil erwies sich als akzeptabel.

Bei Izalontamab Brengitecan (Iza-Bren) handelt es sich um ein bispezifisches Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen EGFR und HER3. In einer aktuellen Studie verglichen chinesische Wissenschaftler Iza-Bren bei stark vorbehandelten Patienten mit rezidiviertem oder metastasiertem Nasopharynxkarzinom versus Chemotherapie. Ihr Fazit: Iza-Bren habe die objektive Ansprechrate (ORR) verbessert, bei einem akzeptablen Risikoprofil.

Die multizentrische, randomisierte, unverblindete Phase-III-Studie BL-B01D1–303 (NCT06118333) wurde an 55 Krankenhäusern in China durchgeführt. Teilnehmen konnten Patienten (18-75 Jahre) mit histologisch oder zytologisch bestätigtem rezidivierten oder metastasierten Nasopharynxkarzinom. Voraussetzung war, dass ihre Erkrankung nach mindestens zwei Linien mit systemischer Chemotherapie, darunter mindestens einer platinhaltigen Therapie, und PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren fortgeschritten war.

Bessere objektive Ansprechrate mit Antikörper-Wirkstoff-Konjugat

Das Team randomisierte die Studienteilnehmer 1:1 für Iza-Bren (2,5 mg/kg intravenös an den Tagen 1 und 8 jedes 3-wöchigen Zyklus) oder eine Chemotherapie. Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach dem ECOG-Status (0 vs. 1), dem Vorliegen von Lebermetastasen und der Anzahl vorheriger platinbasierter Chemotherapie-Linien (eine vs. 2 oder mehr Linien).

Gescreent wurden 522 Patienten (04.12.2023-21-02.2025), eingeschlossen und randomisiert 386, davon 191 für Iza-Bren und 195 für Chemotherapie (04.12.2023-21.02.2025). Dier mediane Nachbeobachtung belief sich auf 7,66 Monate in der Iza-Bren-Gruppe und 7,10 in der Chemotherapie-Gruppe.

Wie die Autoren um Dr. Yunpeng Yang vom Sun Yat-sen University Cancer Center in Guangzhou berechneten, betrug die ORR gemäß verblindeter, unabhängiger zentraler Überprüfung 54,6% (95%-KI 45,2–63,8) unter Iza-Bren und 27,0 Prozent (95%-KI 19,1–36,0) unter Chemotherapie (Differenz 27,9%; 95%-KI 15,5–39,4; p<0,0001). Die Daten zum Gesamtüberleben seien zum Zeitpunkt des Datenabschlusses noch nicht ausgereift gewesen, schreibt das Team.

Hämatologische Nebenwirkungen unter Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Iza-Bren häufig

Nebenwirkungen des Grades 3 oder höher beobachteten Yang et al. bei 80 Prozent der mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Iza-Bren behandelten Patienten und bei 62 Prozent der mit Chemotherapie behandelten Patienten auf. Die häufigsten Nebenwirkungen des Grades 3 oder höher in der Iza-Bren-Gruppe waren hämatologischer Natur, inklusive Anämie (50 % vs. 10%), verminderte Leukozytenzahl (43 % vs. 44%), verminderte Thrombozytenzahl (43% vs. 7%) und verminderte Neutrophilenzahl (38 % vs. 41%).

Nicht-hämatologische Nebenwirkungen in der Iza-Bren-Gruppe waren überwiegend von Grad 1 oder 2. Schwere Nebenwirkungen dokumentierte das Team bei 43 Prozent der mit Iza-Bren behandelten Patienten und bei 27 Prozent jener unter Chemotherapie. In der Iza-Bren-Gruppe verstarben vier (2%) Teilnehmer im Zusammenhang mit der Behandlung.

(sf/BIERMANN)