Nationale Kohortenstudie Erhöhtes: Alzheimer-Risiko bei Psoriasis

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Obwohl die exakte Pathogenese der Alzheimer-Krankheit weiterhin nicht eindeutig geklärt ist, scheint gesichert, dass neuro-inflammatorische Effekte bei der Krankheitsentwicklung eine Rolle spielen.

Psoriasis überlappt sich als chronisch-inflammatorische Erkrankung mit Alzheimer, so die Autoren einer koreanischen Universitäts-Hautklinik. An der populationsbasierten Kohortenstudie nahmen an Psoriasis erkrankte Patienten (n = 535.927) sowie dem Alter und Geschlecht entsprechende Kotrollprobanden ohne Psoriasis (Verhältnis 1:5, n=2.679.635) teil, die sich zwischen 2008 und 2014 ≥ 3 medizinischen Untersuchungen unterzogen. Die Daten stammten aus der Datenbank der nationalen Krankenpflegeversicherung.

Unter den Kontrollprobanden traten 50.209 Fälle (1,87 %) von Alzheimer auf, in der Psoriasis-Population waren es 11.311 Fälle (2,11 %) von Alzheimer. Die durchschnittliche Dauer der Nachuntersuchungszeit betrug 3,35 Jahre. In einem multivariablen und adjustierten Modell wiesen die Psoriasis-Patienten im Vergleich zu den Kontrollprobanden ein signifikant erhöhtes Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung auf (Risikoquotient 1,09; 95 %-KI 1,07–1,12; p = 0,0001). Unter den Patienten mit Schuppenflechte, die keine systemische Therapie erhielten, war das Alzheimer-Risiko signifikant höher als bei den Patienten, die eine systemische Psoriasis-Therapie erhielten (Risikoquotient 1,10; 95 %-KI, 1,08–1,12 gegenüber Risiko­quotient 0,99; 95 %-KI 0,90– 1,09; p = 0,0001).

Fazit: Die Inzidenz der Alzheimer-Krankheit ist unter Patienten mit Psoriasis im Vergleich zu Individuen ohne Psoriasis signifikant erhöht; beachtenswert ist der Umstand, dass eine systemische Psoriasis-Therapie mit einem reduzierten Risiko für Alzheimer asso­ziiert ist. (am)