Natriumgehalt im Myokard per MRT bestimmt

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Der angehende Kardiologe Dr. Martin Christa aus dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg hat den Natriumgehalt im Herzmuskelgewebe mithilfe der Magnetresonanztomographie gemessen.

Seine Auswertungen vom Herzen als Natriumspeicher und der Etablierung der nicht-invasiven Natrium-Bestimmung im Herzmuskelgewebe wurden im “European Heart Journal – Cardiovascular Imaging” publiziert und jetzt beim DGK-Kongress in Mannheim mit dem Orlovic-Nachwuchspreis prämiert. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro hilft Christa nun bei der weiteren Erforschung des kardialen Salzspeichers an Mausmodellen im 7-Tesla-MRT.

„Wir konnten erstmals mittels Natrium-MRT nachweisen, dass das Myokard auch eine Funktion als Natriumspeicher wahrnimmt“, erklärt Christa. „Doch wo genau wird das Natrium im Herzen gespeichert? Wie wird es gespeichert? Was macht es mit dem Herzmuskelgewebe? Um diese weiteren Fragen zu den Mechanismen zu beantworten, kommt uns die Auszeichnung mit dem Orlovic-Nachwuchsfonds natürlich sehr gelegen”, freut sich Christa.

Der Orlovic-Nachwuchsfonds „Innovative Kardiologie “ in Höhe von 10.000 Euro wird von der Dr. Marija Orlovic Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Herzinsuffizienz der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK)“ vergeben. Mit ihrem Programm möchte die Stiftung junge promovierte Wissenschaftler beim Auf- und Ausbau einer eigenen Arbeitsgruppe unterstützen. Bereits mit im Team: Dr. Andreas Max Weng aus der Abteilung für Experimentelle Radiologie am UKW.

In ihren bisherigen Untersuchungen haben Christa und Weng mit Patienten gearbeitet, die unter einem Hyperaldosteronismus leiden, dem Conn-Syndrom. Die Patienten haben in der Regel eine ausgeprägte linksventrikuläre Hypertrophie und eine erhöhte Natriumretention.

Das Team um Christa konnte mittels MRT-Aufnahmen nachweisen, dass der Natriumgehalt im Vergleich zu gesunden Probanden nicht nur in Haut und Skelettmuskel erhöht war, wie es bereits ein Team aus Erlangen gezeigt hat, sondern auch im Herzen. Sechs Monate nach gezielter Therapie des Conn-Syndroms waren die myokardialen Natriumwerte jedoch wieder im Normbereich. Der Natriumgehalt ist also beeinflussbar.

Publikation: Christa M et al. Eur Heart J Cardiovasc Imaging. 2019 Mar 1;20(3):263-270. Increased myocardial sodium signal intensity in Conn’s syndrome detected by 23Na magnetic resonance imaging. dx.doi.org/10.1093/ehjci/jey134