Nebennierenerkrankungen: DFG verlängert Millionenförderung für Sonderforschungsbereich21. November 2025 Foto: © sebastian-kaulitzki/stock.adobe.com Der Sonderforschungsbereich / Transregio 205 zur Untersuchung und Behandlung von Nebennierenerkrankungen kann seine Arbeit in einer dritten Förderperiode fortsetzen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gab bekannt, das Konsortium unter Leitung der Medizinischen Fakultät der TU Dresden ab 2026 für weitere dreieinhalb Jahre mit mehreren Millionen Euro zu fördern. Ziel des SFB/TRR 205 „The Adrenal: Central Relay in Health and Disease“ ist es, die zentrale Rolle der Nebennieren bei Stoffwechsel- und Entzündungskrankheiten zu verstehen und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln. Seit 2017 arbeitet ein internationales Forschungskonsortium im SFB/TRR 205 unter der Leitung von Prof. Stefan R. Bornstein vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden in 22 Teilprojekten an den deutschen Standorten Dresden, München und Würzburg sowie dem transCampus in London und Zürich. Ausdruck eines modernen Stress-Syndroms „Die rapide Zunahme von Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und den damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein ernstzunehmender Ausdruck des modernen Stress-Syndroms“, erläutert Bornstein. „Da Industrie und Pharmaunternehmen sich bislang nur begrenzt mit diesen komplexen Krankheitsbildern befassen, ist die Förderung durch die DFG von besonderer Bedeutung, um betroffenen Patientinnen und Patienten langfristig wirksam helfen zu können“, fügt er hinzu. Prof. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, betont: „Die Ergebnisse aus dem TRR 205 werden in den kommenden Jahren unmittelbare Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben. Sie helfen uns, Stressfolgen und Nebennierenerkrankungen gezielter zu diagnostizieren und individueller zu behandeln.“ Erklärtes Ziel der dritten Förderperiode ist es, die in den vergangenen Jahren erreichten Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung zu bringen. „Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig nicht nur in spezialisierten Zentren, sondern auch in der breiteren medizinischen Versorgung Anwendung finden“, ergänzt Bornstein. Und weiter: „Dazu entwickeln wir neue Modelle unter Einsatz von maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz.“ Hintergrund zum SFB/TRR 205 Der SFB/TRR 205 wird seit seinem Start 2017 von der DFG mit rund 50 Millionen Euro gefördert. Derzeit umfasst das Forschungsvorhaben 18 wissenschaftliche und vier Serviceprojekte, die von 47 Teilprojektleitungen an sechs Einrichtungen getragen werden: der Technischen Universität Dresden, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Technischen Universität München, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und dem Helmholtz Zentrum München.
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