Nectin-4-Bestimmung beim Urothelkarzinom mittels PET/CT13. April 2026 Vorbereitung für die nuklearmedizinische Bildgebung. Symbolbild: ATRPhoto – stock.adobe.com Eine Machbarkeitsstudie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden zeigt beispielhaft, dass sich die Expression des Transmembranproteins Nectin-4, das beim Urothelkarzinom stark exprimiert wird, per Bildgebung nachweisen lässt. Dabei stießen die Forscher auf eine intraindividuell heterogene Expression des Proteins in Metastasen. Nectin-4 könnte künftig als innovativer Biomarker für die zielgerichtete Therapie bei Urothelkarzinomen dienen, vermuten sie. Ziel der Wissenschaftler um Prof. Matthias Miederer war es, die Nectin-4-Expression in Tumorläsionen mittels des Nectin-4-bindenden Peptids Gallium-68-N188 und Positronenemissionstomographie/Computertomographie (PET/CT) bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom zu quantifizieren. Studienteilnehmer waren 10 Patienten, bei denen eine Therapie mit dem gegen Nectin-4 gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab-Vedotin in Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab geplant war. Bei diesen Patienten analysierten die NCT-Forscher die Bildgebung der Nectin-4-PET/CT anhand von Messungen des standardisierten Aufnahmewertes des Radiotracers. Zudem korrelierten sie die Ergebnisse mit den verfügbaren mikroskopischen Befunden der Nectin-4-Immunhistochemie und dem klinischen Verlauf. Potenzieller neuer Biomarker Wie Miederer und Kollegen im „British Journal of Urology International“ resümieren, sprechen die Ergebnisse dafür, dass sich die Nectin-4-PET/CT zur Detektion der Nectin-4-Expression in Tumorläsionen eignet. Die Nectin-4-Expression erwies sich als sehr heterogen, beispielsweise zwischen Lymphknoten- und Organmetastasen. „Die PET-Bildgebung der Nectin-4-Expression ist daher eine potenziell klinisch relevante Methode zur Steuerung der Anwendung von Nectin-4-gerichteten Therapien“, schließen die Autoren. KOMPAKT-UROLOGIE-Herausgeber Prof. Michael Stöckle kommentiert: „Die Arbeit zeigt, dass molekulare Bildgebung in der Urologie sicher nicht beim Prostatakarzinom stehenbleiben wird.“ (ms/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "Trump-Regierung kürzt Unterstützung für Transgender-Kinder" Trump-Regierung kürzt Unterstützung für Transgender-Kinder Die Regierung von US-Präsident Trump verfolgt eine rigide Geschlechterpolitik und hat Rechte von Transgender-Menschen schon mehrfach beschnitten. Nun gibt es neue Einschränkungen.
Mehr erfahren zu: "Steffen Rausch wird neuer Direktor der urologischen Universitätsklinik des Saarlandes" Steffen Rausch wird neuer Direktor der urologischen Universitätsklinik des Saarlandes Prof. Steffen Rausch, bisher stellvertretender Direktor der Tübinger Universitätsklinik für Urologie, ist zum Professor für Urologie und Kinderurologie der Universität des Saarlandes ernannt worden und nimmt zum 17.08.2026 seine Tätigkeit […]
Mehr erfahren zu: "Vesikorenaler Reflux: Durchbruch-Harnwegsinfektionen vorhersagen" Vesikorenaler Reflux: Durchbruch-Harnwegsinfektionen vorhersagen Die kontinuierliche Antibiotikaprophylaxe (CAP) ist ein Eckpfeiler in der Behandlung des vesikorenalen Refluxes bei Kindern. Dennoch kommt es immer wieder zu Durchbruch-Harnwegsinfektionen. Ein neues Scoring-System verspricht nun eine präzisere Risikostratifizierung […]