Neoadjuvante Immuntherapie beim pMMR Kolonkarzinom31. Oktober 2025 Kolonkarzinom. Bild: ©Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com Wider Erwarten gibt es offenbar einige Patienten mit frühem Mismatch-Reparatur-profizientem (pMMR) Kolonkarzinom, die auf eine neoadjuvante Immuncheckpoint-Blockade (ICB) ansprechen. Eine neue „Nature“-Studie zeigt potenzielle Biomarker auf. Bislang war bei Patienten mit metastasiertem pMMR Kolorektalkarzinom nur eine begrenzte Wirksamkeit der ICB beobachtet worden. Pedro B. Tan vom Netherlands Cancer Institute in Amsterdam und sein Team berichten über klinische Ergebnisse und eine detaillierte Analyse von Patienten mit pMMR-Kolonkarzinom im Frühstadium aus der Phase-II-Studie NICHE (ClinicalTrials.gov: NCT03026140). Dabei stellt „Nature“ das unbearbeitete Manuskript zur Verfügung, um die Befunde schnell zugänglich zu machen. Jeder Vierte mit erheblicher pathologischer Remission Im Rahmen von NICHE erhielten 31 Patienten eine neoadjuvante Therapie mit Nivolumab und Ipilimumab, gefolgt von einer Operation. Die Ansprechrate beziffern Tan et al. auf 26 Prozent, inklusive sechs Patienten mit erheblicher pathologischer Remission (≤10% vitales Resttumorgewebe). Dabei wurde ein Patient mit anhaltender klinischer CR nicht operiert. Zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) konnten die Wissenschaftler eingangs bei 26 von 31 Patienten nachweisen. Bei fünf von sechs Patienten, die auf die Therapie ansprachen, war die ctDNA vor der Operation nicht mehr nachweisbar. Hingegen blieben 19 von 20 Patienten, die nicht ansprachen, ctDNA-positiv. Was Patienten mit Remissionen auszeichnet Remissionen wurden überraschenderweise trotz geringer Mutationslast in allen Tumoren beobachtet. Allerdings war die chromosomale genomische Instabilität bei den Patienten, die auf die Therapie ansprachen, signifikant höher als bei jenen, die nicht ansprachen. Außerdem stellten die Wissenschaftler bei Tumoren, die auf die Therapie ansprachen, eingangs eine signifikant höhere Expression von Proliferationssignaturen und TCF1 fest. Last, but not least ergab die bildgebende Massenzytometrie einen höheren Anteil an Ki-67-positiven Krebszellen und Ki-67-positiven CD8-positiven T-Zellen bei Studienteilnehmer mit Remission versus jenen, die nicht auf die Therapie nicht ansprachen. (sf/BIERMANN)
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