NET-Zentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein erneut als Exzellenzzentrum zertifiziert21. April 2023 v.l.: Dr. Kim Luley, Oberärztin der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Campus Lübeck, Prof. Sebastian Meyhöfer, Leiter des campusübergreifenden NET-Zentrums, Dr. Judith Gebauer, Zentrumskoordinatorin am Campus Lübeck und Prof. Birte Kulemann, Oberärztin der Klinik für Chirurgie, Campus Lübeck. (Foto: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) Das campusübergreifende Zentrum für neuroendokrine Tumoren (NET) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) ist erneut als Exzellenzzentrum zertifiziert worden. Die europaweit höchste Anerkennung für die Versorgung betroffener Patienten würdigt die Expertise des Zentrums. Zusätzlich erhielt das NET-Zentrum des UKSH eine Zertifizierung als Exzellenzzentrum für neuroendokrine Tumoren der Lunge. „Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung unserer gemeinsamen erfolgreichen Arbeit für unsere Patientinnen und Patienten“, sagte Prof. Sebastian Meyhöfer, Leiter des NET-Zentrums und Direktor des Instituts für Endokrinologie und Diabetologie des UKSH, Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck. Die seltenen neuroendokrinen Tumoren treten vor allem im Darm, in der Bauchspeicheldrüse und in der Lunge auf. Einige dieser Tumoren geben selbst Hormone wie Serotonin oder Insulin ab und machen sich, abhängig von ihrer Lage, durch ganz verschiedene Symptome, zum Beispiel Durchfälle und Unterzuckerungen, bemerkbar. Für die Versorgung von NET-Patienten hält das UKSH an beiden Standorten Fachabteilungen vor, die im NET-Zentrum vereint werden. Ärzte mit Expertise in der Endokrinologie ergänzen sich mit Fachleuten aus der endokrinen Chirurgie, der Onkologie, der Gastroenterologie, der Nuklearmedizin, der Pathologie, der Radiologie und der Strahlentherapie. Sie beteiligen sich intensiv an der klinischen und experimentellen Forschung auf internationaler Ebene, um ein gleichbleibend hohes wissenschaftliches Niveau der Behandlung sicherzustellen. Im wöchentlich stattfindenden NET-Board erarbeiten die Fachdisziplinen gemeinsam Therapieempfehlungen für jeden einzelnen Patienten, entsprechend der Leitlinien sowie der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Therapiemöglichkeiten reichen von einer endoskopischen Abtragung oder Operation bis hin zu einer medikamentösen oder Strahlentherapie. Darüber hinaus steht ein weites Spektrum an ergänzender internistischer Therapie, Humangenetik, Psychoonkologie, Schmerztherapie, Physiotherapie und Rehabilitation zur Verfügung. „Unsere enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ist Voraussetzung für eine individuelle und umfassende Patientenbetreuung und eine qualitativ hochwertige Therapie“, betonen Prof. Dominik Schulte, Zentrumskoordinator am Campus Kiel, und Dr. Judith Gebauer, Zentrumskoordinatorin am Campus Lübeck. Im NET-Zentrum werden jährlich rund 300 bis 400 Patienten mit dieser seltenen Erkrankung betreut. Das Zentrum ist bereits seit 2020 für die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren im Verdauungstrakt und Pankreas (GEP-NET) zertifiziert. Als Exzellenzzentrum ist es neben Hamburg eines von zwei Zentren in Norddeutschland, die dieses europäische Qualitätssiegel tragen. Das NET-Zentrum ist Teil des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein, einem Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH und der Universitäten in Kiel und Lübeck.
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