Neuartige Open-Source-Software zur Analyse und Kartierung der kardialen Elektrophysiologie

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Potentiell tödliche Herzerkrankungen könnten dank innovativer neuer Software, die die elektrische Aktivität im Organ misst, leichter zu erkennen sein und zu Verbesserungen bei der Prävention und Behandlung führen.

Computer- und Herz-Kreislauf-Experten der Universität Birmingham haben gemeinsam mit Kollegen in Großbritannien, den Niederlanden und Australien ElectroMap entwickelt, eine neue Open-Source-Software für die Verarbeitung, Analyse und Kartierung komplexer Herzdaten.

Unter der Leitung von Forschern der School of Computer Science und des Institute of Cardiovascular Sciences der Universität Birmingham hat das internationale Team seine Ergebnisse in “Scientific Reports” veröffentlicht.

Dr. Kashif Rajpoot, Programmdirektor für Informatik an der University of Birmingham, Campus Dubai, kommentierte: “Wir glauben, dass ElectroMap die innovative Herzforschung beschleunigen und zu einer breiteren Nutzung von Kartierungstechnologien führen wird, die das Auftreten von Arrhythmien verhindern. Dies ist ein robust validiertes, flexibles Open-Source-Tool für die Verarbeitung. Durch die Verwendung neuartiger Datenanalyse-Strategien, die wir entwickelt haben, wird diese Software ein tieferes Verständnis von Herzkrankheiten ermöglichen, insbesondere der Mechanismen, die potenziell tödlichen Arrhythmien zugrunde liegen.”

Inzidenz und Prävalenz von Herzerkrankungen nehmen weiterhin jedes Jahr zu. Verbesserungen von Prävention und Behandlung erfordern jedoch ein besseres Verständnis des elektrischen Verhaltens im gesamten Herzen.

Daten zu diesem Verhalten können mithilfe von Elektrokardiogramm-Tests erfasst werden. In jüngster Zeit hat die optische Kartierung jedoch eine umfassendere Messung der kardiovaskulären Aktivität mehr im Detail ermöglicht. Erkenntnisse aus Experimenten mit optischem Mapping haben Forschern ein besseres Verständnis der komplexen Arrhythmien und des elektrischen Verhaltens bei Herzerkrankungen vermittelt.

“Die erhöhte Verfügbarkeit von Hardware für das optische Mapping im Labor hat zu einer Ausweitung dieser Technologie geführt. Die weitere Verbreitung und breitere Anwendung wird jedoch durch Einschränkungen bei der Datenverarbeitung und -analyse behindert”, sagte Seniorautor Dr. Davor Pavlovic. “Die neue Software kann arrhythmische Phänomene in silico, in cellulo, im Tiermodell und bei in vivo-Patientendaten erkennen, kartieren und analysieren.”