Neue Emmy-Noether-Gruppe forscht zur Analyse von Hirnaktivitäten

Die Forschenden der Emmy-Noether Gruppe wollen Gehirnaktivitäten unter realistischen Bedingungen untersuchen. Ein Ansatz hierfür: EEG, Eye-Tracking und Virtzual Reality werden kombiniert. (Foto: Konstantin Ehinger/Universität Stuttgart)

Juniorprofessor Benedikt Ehinger hat bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich eine Emmy-Noether-Nachwuchsforschungsgruppe eingeworben. Die neue Forschungsgruppe wird sich der Analyse von Hirnaktivitäten mittels Elektroenzephalografie (EEG) in dynamischen Umgebungen widmen und erhält hierfür eine Förderung in Höhe von circa 1,4 Millionen Euro für die nächsten sechs Jahre.

Traditionell werden die meisten EEG-Studien in statischen Szenarien durchgeführt, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf realitätsnahe, dynamische Situationen einschränkt. „Unser Ziel ist es, neue Algorithmen und Methoden zu entwickeln, um EEG-Daten auch bei Bewegungen von Probanden und Objekten präzise auswerten zu können. Das wird nicht nur unser grundlegendes Verständnis über das Gehirn vertiefen, sondern auch praktische Anwendungen in vielen verschiedenen Bereichen wie Virtual Reality, Mensch-Computer-Interaktion und mobile EEG-Technologien voranbringen“, erklärt Benedikt Ehinger, Wissenschaftler am Stuttgarter Zentrum für Simulationswissenschaft (SC SimTech) und Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme (VIS) der Universität Stuttgart.

Ehinger hat in Osnabrück Kognitionswissenschaften studiert und promoviert. Ab 2018 war er PostDoc im Predictive Brain Lab am Donders Institute for Brain, Cognition and Behaviour in den Niederlanden und erhielt 2019 den Inpjin-Bakker-Grundwald-Preis für Exzellente Nachwuchswissenschaft. 2020 übernahm er an der Universität Stuttgart die SimTech-Tenure-Track-Professur Computational Cognitive Science.