Neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Gütersloh eröffnet18. April 2025 Sie eröffneten die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie “Klinik im Füchtei” auf dem neu errichteten “Campus Gütersloh” (v.l.): Klaus Baumann (Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung), Matthias Heidmeier (Staatssekretär des NRW-Gesundheitsministeriums), Dr. Georg Lunemann (Direktor des LWL), Jutta Benz (Leiterin des Pflege- und Erziehungsdienstes), PD Dr. Manuel Föcker (Chefarzt) und Matthias Trepper (Bürgermeister von Gütersloh). (Bild: © LWL/Antonia Scheefeldt) Für eine wohnortnahe psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen: LWL eröffnet neue „Klinik im Füchtei“ als Dependance der LWL-Universitätsklinik Hamm. Gütersloh hat wieder eine eigene Kinder- und Jugendpsychiatrie: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am 10. April auf dem Gelände des LWL-Klinikums Gütersloh die Kinder- und Jugendpsychiatrie „Klinik im Füchtei“ auf dem neu errichteten „Campus Gütersloh“ an den Start gebracht. Nach einer zweieinhalbjährigen Bauphase ist das stationäre Angebot für eine moderne psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Kreis Gütersloh fertig: Auf zwei Stationen ist Platz für bis zu 27 Patienten – darunter sind auch drei Eltern-Kind-Zimmer. Rund 80 Mitarbeitende werden sich hier rund um die Uhr um die jungen Patienten kümmern. Der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, eröffnete gemeinsam mit dem Staatssekretär des NRW-Gesundheitsministeriums, Matthias Heidmeier, und dem Gütersloher Bürgermeister Matthias Trepper das Haus samt Schule und Sporthalle feierlich. Lunemann zur neuen Klinik: „Der LWL zeigt mit der Errichtung des kinder- und jugendpsychiatrischen Campus auf dem LWL-Gelände und als Dependance der LWL-Universitätsklinik Hamm, dass zu seinen Stärken die multiprofessionelle Zusammenarbeit zum Wohle der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Westfalen-Lippe gehört.“ Die neue Dependance mit den 27 vollstationären Betten sowie 20 Tagesklinikplätzen solle die regionale Versorgung weiter stärken und durch wohnortnahe Behandlung auch die Nähe zum Alltag der Kinder und Jugendlichen fördern, so Lunemann. 1952 gab es bereits eine kinder- und jugendpsychiatrische Abteilung in Gütersloh. Ernst Kiphard, der Begründer der Psychomotorik, war in dieser Abteilung des Klinikums Gütersloh tätig. 1965 zogen aber die Betten in das damals neue und moderne Gebäude der LWL-Universitätsklinik Hamm für Kinder- und Jugendpsychiatrie um. In der Zwischenzeit wurde aber auch das wohnortnahe kinder- und jugendpsychiatrischen Angebot erweitert. Der LWL baute zwei Tageskliniken im Kreis Gütersloh: 2002 in Rheda-Wiedenbrück (zwölf Plätze) und 2018 in Gütersloh (elf Plätze) selbst. Der neue Chefarzt der „Klinik im Füchtei“, PD Dr. Manuel Föcker, wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass es angesichts der Belastungen von Kindern und Jugendlichen bei und nach der Corona-Pandemie „viel zu tun gibt beim Thema Versorgung von seelisch belasteten Kindern und Jugendlichen in Prävention, Akutbehandlung und Rehabilitation“. Die psychiatrische Versorgung müsse am individuellen Alltag der Kinder und Jugendlichen sowie deren Bezugspersonen orientiert sein und solle nicht daran vorbeigehen. Die Reintegration in den Alltag und Soziale Teilhabe müssten daher primäre Ziele der Behandlung sein. „Daher ist die Partizipation von Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen in den Behandlungsprozessen unbedingt notwendig, damit die Behandlung wirksam werden kann“, so Föcker. Der neu gebaute Campus auf dem Gelände des LWL-Klinikums Gütersloh kostet nach Abschluss der Bauarbeiten 19,1 Mio. Euro und umfasst das Klinik- und das Schulgebäude der Klinikschule, die Frida-Kahlo-Schule, sowie die Tagesklinik Gütersloh, die aus alten Räumen auf dem Klinikgelände auch in den Neubau zieht. Dazu gehört auch eine neue Sporthalle.
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