Neue Kooperation nutzt PSMA-PET für bessere Prognosemodelle bei Prostatakrebs

Die Bedeutung der PET für die Prostatakrebsdiagnostik nimmt weiter zu. Foto: Влад Степанов – stock.adobe.com

Mediziner am Universitätsklinikum Essen plant, gemeinsam mit dem australischen Biopharma-Unternehmen Telix Pharmaceuticals den prognostischen Wert von PSMA-PET-Untersuchungen bei Prostatakrebs zu optimieren.

Mithilfe der Positronenemissionstomographie (PET) lassen sich Prostatakrebsherde, die das Prostataspezifische Membranantigen (PSMA) exprimieren, mit höchster Genauigkeit detektieren. Die neue Forschungskooperation soll nun Daten solcher Untersuchungen mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) auswerten. Im Rahmen der PROMISE-PET-Studie (PROMISE: PROstate cancer Molecular Imaging Standardized Evaluation), der weltweit größten, multizentrischen Beobachtungsstudie zum Thema, hat seit 2018 standardisierte Daten von über 15.000 Patienten aus mehr als 50 Einrichtungen gesammelt. PSMA-PET wurde im Rahmen dieser Studie bereits als neuer prognostischer Biomarker für Prostatakrebs bestätigt.

Die KI-Plattform von Telix, die auf einem automatisierten Maschinenlernverfahren basiert, soll helfen, klinisch relevante Prognosemodelle zu entwickeln, welche die Ärzte bei der Behandlung von Prostatakrebs unterstützen. Sie nutzen dabei die Gallium-68-PSMA-11-PET-Daten und vergleichen sie mit bereits etablierten klinischen Risikomodellen. „Die KI-basierte Auswertung hat das Potenzial, unsere bisherigen Ergebnisse zu erweitern und über eine der weltweit größten PSMA-PET-Datensätze hinweg die Risikostratifizierung zu verbessern. Wir versprechen uns einen direkten Nutzen für die klinische Entscheidungsfindung und zukünftige Leitlinien“, kommentiert Prof. Wolfgang Fendler, Onkologische Forschung an der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Essen.

(ms)