Neue Mindestmengen für höhere Versorgungsqualität rund um die Geburt gewollt21. Juni 2023 Die Verbandsvorsitzenden Uwe Klemens und Ulrike Elsner (©vdek/Georg J. Lopata) Anlässlich des Hauptstadtkongresses betonte der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) die Wichtigkeit hoher Versorgungsqualität vor, während und nach der Geburt. Der vdek war an der Erstellung des Gesundheitsziels „Gesundheit rund um die Geburt” beteiligt und unterstützt das im Koalitionsvertrag festgelegte Vorhaben, das Ziel in einem nationalen Aktionsplan umzusetzen. Dieser kann auf den Strukturen und Inhalten des Gesundheitsziels, etwa Zielen und Maßnahmenempfehlungen, aufsetzen. Höhere Qualität durch Mindestmengen Im Kontext Geburt gibt es bisher nur eine Mindestmengenregelung für die kleine Gruppe der Früh- und Reifgeborenen mit weniger als 1.250 Gramm Gewicht. Diese legt fest, ab welcher Fallzahl Krankenhäuser deren Behandlung übernehmen dürfen. „Mindestmengenregelungen haben sich als effektives Instrument für eine höhere Behandlungsqualität bewährt“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. „Für eine verbesserte Versorgungsqualität schlagen wir eine Mindestmenge von 500 Geburten pro Jahr und Standort vor“, erklärt Elsner. Eine ähnliche Regelung trage in Finnland bereits zu einer geringen Kindersterblichkeit und Kaiserschnittrate bei. Zusammen für bessere Versorgung Der Weg schwangerer Frauen führt in aller Regel von der Arztpraxis hin zu stationärer Versorgung während der Geburt und wieder zurück in den ambulanten Bereich. Für den vdek ist entscheidend, dass diese Sektoren lückenlos ineinandergreifen und Hebammen sowie ärztliches und pflegerisches Personal enger zusammenarbeiten. „Aktuell dürfen in stationären Einrichtungen angestellte Hebammen nicht die ambulante Geburtsnachsorge übernehmen“, erläutert Elsner. „Wir setzen uns dafür ein, dass das in Zukunft möglich ist und Hebammen, die Geburten im Krankenhaus betreuen, auch die Nachbetreuung zu Hause übernehmen können.“
Mehr erfahren zu: "Postpartale Hypertonie: Modifizierbare Faktoren relevanter als genetisch bestimmtes Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Postpartale Hypertonie: Modifizierbare Faktoren relevanter als genetisch bestimmtes Risiko Eine kürzlich publizierte Kohortenstudie verdeutlicht, dass die Gene einen relevanten Beitrag zur Entwicklung eines Bluthochdrucks zwei bis sieben Jahre nach einer Schwangerschaft spielen – wenn auch einen deutlich geringeren als klinische […]
Mehr erfahren zu: "Anämie in der Schwangerschaft mit geringerem Gehirnvolumen bei Babys verbunden" Anämie in der Schwangerschaft mit geringerem Gehirnvolumen bei Babys verbunden Babys von Müttern, die während der Schwangerschaft an Anämie litten, weisen ein geringeres Gehirnvolumen auf als Babys von Müttern ohne Anämie; dies ergab eine neue Studie von Forschenden des King’s […]
Mehr erfahren zu: "Linnemann will mehr Effizienz im Gesundheitssystem" Linnemann will mehr Effizienz im Gesundheitssystem In der Haushaltsdebatte im Parlament stellte der neue Bundesgesundheitsminister Leitlinien seiner Gesundheitspolitik vor. Dabei geht es ihm nicht nur darum, Beiträge stabil zu halten: Carsten Linnemann (CDU) strebt mehr Effizienz […]