Neue Präsidentin der DPG sieht große Chancen für die Parkinson-Forschung26. November 2024 Prof. Kathrin Brockmann, neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (Foto: © Universitätsklinikum Tübingen) Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG) hat eine neue Präsidentin: Prof. Kathrin Brockmann. Die Neurowissenschaftlerin und Genetik-Expertin aus Tübingen tritt die Nachfolge von Prof. Joseph Claßen (Leipzig) an, der den zweiten Vorsitz übernimmt. Kathrin Brockmann ist Oberärztin an der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen und Leiterin der Parkinson-Ambulanz. Ihre Forschung am Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung und am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) konzentriert sich auf genetische und molekulare Marker der Parkinson-Erkrankung und die Identifizierung von Stoffwechselwegen – ein Schlüssel für die Früherkennung und die Entwicklung neuer Therapien. Wichtige Schritte auf dem Weg zur ursächlichen Therapie „Wir befinden uns in einer spannenden Phase an der Schwelle zu einem Durchbruch in der Parkinson-Behandlung“, erklärt Brockmann. „Fortschritte in der Genetik, der Biomarker-Forschung und der Künstlichen Intelligenz ermöglichen individuelle Diagnosen und tiefere Einblicke in die Stoffwechselwege. Damit sind wir dem großen Ziel einer ursächlichen Therapie, die den Krankheitsverlauf verlangsamt oder sogar stoppt, deutlich nähergekommen.“ Die neue DPG-Präsidentin setzt auf Synergien durch verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Highlight-Veranstaltungen, wie der Workshop „Genetics in Parkinson´s disease“ am 10./11. April 2025 in Tübingen und der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen im Frühjahr 2026 in Leipzig, sind zentrale Plattformen für den fachlichen Austausch. Große Projekte der Forschungsförderung, wie der „Leuchtturm-Projektverbund Parkinson“ der von der DPG gegründeten Parkinson Stiftung, geben der Parkinson-Forschung weitere Impulse. Brockmann betont zudem die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes: „Wir müssen Parkinson- Pflegekräfte und Therapeuten noch stärker in Therapiekonzepte einbinden und unser Wissen über Prävention vertiefen.“
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