Neue Professorin geht Verletzungsrisiko im Sport auf den Grund7. Februar 2025 Kirsten Legerlotz (Foto: Friederike von Heyden, Bergische Universität Wuppertal) Wie kommt es zu Sportverletzungen, wie kann man sie therapieren, wie sie verhindern? Und wie unterscheiden sich dabei die Geschlechter? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Kirsten Legerlotz an der Bergischen Universität Wuppertal. „In meiner Forschung geht es um die Verbindung zwischen praktischer Bewegungswissenschaft und der grundlegenden Untersuchung biomechanischer und physiologischer Faktoren, die das Verletzungsrisiko im Sport beeinflussen“, erklärt die 48-Jährige Professorin für Bewegungs- und Trainingswissenschaft. Dabei berücksichtigt sie besonders geschlechtsspezifische Unterschiede. „Mein Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich der Körper anpasst, damit ich darauf aufbauend wissenschaftlich fundierte Empfehlungen entwickeln kann, die sowohl die sportliche Leistung als auch die Gesundheit fördern“, so Legerlotz. Ein Fokus liegt dabei auf Tendopathien, sprich der Erkrankung der Sehnen aufgrund von Über- oder Fehlbelastung. Außerdem forscht die Sportwissenschaftlerin dazu, welchen Einfluss Hormone auf die Leistungsfähigkeit und das Verletzungsrisiko bei Mädchen und Frauen haben, also welche Auswirkungen zum Beispiel der Menstruationszyklus und eine Schwangerschaft haben. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Gesundheitsförderung und der optimalen Trainingssteuerung im Kindes- und Jugendalter. Zur Person: Prof. Kirsten Legerlotz studierte Sportwissenschaft an der Deutschen Sporthochschule Köln sowie Biologie an der Universität Köln. 2006 promovierte sie am Institut für Biomechanik und Orthopädie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Anschließend war sie an der University of Auckland in Neuseeland, der Queen Mary University of London und der University of East Anglia in Norwich im Vereinigten Königreich sowie dem Novartis Institute of Biomedical Research in der Schweiz als Wissenschaftlerin tätig. Von 2014 bis zu ihrem Wechsel an die Bergische Universität hatte sie die Professur für Movement Biomechanics am Institut für Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin inne.
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