Neue Professorin in Essen erforscht, wie Krebs und COVID-19 die Psyche Betroffener belasten17. August 2022 Neu an der UDE/am UK Essen: Eva-Maria Skoda (Foto: © UDE/Frank Preuß) Wer an körperlichen Krankheiten wie Krebs oder COVID-19 leidet, erlebt das meist als absolute Ausnahmesituation – für Leib und Seele. Wie sie seelisch beeinflussen, erforscht Dr. Eva-Maria Skoda, neue Professorin für Psychoonkologie und Somatopsyche an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). An der LVR-Klinik für Psychosomatische Medizin und dem Universitätsklinikum (UK) Essen untersucht Skoda zudem, wie Menschen mit und nach COVID-19 psychisch besser versorgt werden können. Sie leitet am LVR zugleich die Sektion Somatopsyche. Wie stark ihre Diagnose Krebskranke belastet und welche psychosomatischen Angebote notwendig sind, ist Schwerpunkt von Skodas Forschung. „Neben körperlichen Beschwerden verändert sich bei einer schweren Erkrankung auch die seelische Verfassung. Wir fragen unsere Patient:innen, wie es ihnen in dieser Situation geht und wie viel Unterstützung sie benötigen“, sagt die 35-Jährige. Die gemessenen Antworten werden am UK Essen über das elektronische psychoonkologische Screening (ePOS) erfasst. „Ziel ist es, maßgeschneiderte, auch digitale Angebote für sie zu entwickeln und anzubieten“, so Skoda. Diese Strategie soll nicht nur für Krebserkranke eingerichtet werden. Die UDE-Medizinerin möchte, dass die psychischen Belastungen bei allen Patienten erhoben werden, um möglichst für alle passende Hilfsangebote entwickeln zu können. Darüber hinaus untersucht Skoda gemeinsam mit Kollegen in der deutschlandweit größten Studie „CoPE-Corona“, inwieweit die COVID-19-Pandemie uns alle psychisch belastet. Ihre Gruppe hat mit den Ergebnissen die Online-Intervention CoPE-it entwickelt. Das webbasierte Programm vermittelt etwa das Konzept der Achtsamkeit und Fähigkeiten, die in Ausnahmesituationen helfen können, erklärt Studienleiterin Skoda. Zudem beschäftigt sie sich mit dem Post-COVID-Syndrom-Komplex aus psychosomatischer Sicht und ist in die Post-COVID-Ambulanzen am UK Essen eingebunden. Nach einem Medizinstudium an der Universität Tübingen forschte Eva-Maria Skoda vier Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des dortigen Universitätsklinikums. Danach wechselte die Ärztin nach Essen ans LVR-Klinikum. Für ihre Habilitation untersuchte sie, wie sich die COVID-19-Pandemie auf Seele und Verhalten von Menschen auswirkt. Ihre Forschung wurde ausgezeichnet und mehrfach gefördert.
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