Neue Stent-Generation überzeugt in Schweizer Studie

Grafik: © Christoph Burgstedt – Adobe/Stock

Forscherteams der Klinik für Kardiologie am Inselspital, Universitätsspital Bern, haben in zwei Studien eine deutliche Überlegenheit der neusten Stent-Generation bei akutem Herzinfarkt nachweisen können. Stents mit ultradünnen Metallträgern und bio-degradierbaren (resorbierbaren) Trägerschichten für Medikamente zeigen laut dem Universitätsspital eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit namentlich in den ersten 12 Monaten nach der Operation.

LancetMetall oder Beschichtung?
In einer großen Meta-Analyse verschiedener, randomisierter, klinischer Studien konnte ein deutlicher Vorteil der modernen, mit Medikamenten beschichteten Stents klar nachgewiesen werden. Die älteren Metall-Stents (Bare Metal Stents, BMS) zeigten Nachteile sowohl in Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit wie auch ihre Sicherheit. Die Forscher schlagen deshalb vor, die älteren Metall-Stents nicht mehr einzusetzen.

Resorbierbar oder permanent?
In einer noch aktuelleren, beim ESC-Kongress in Paris am 2. September veröffentlichten Studie konnten nun noch innerhalb der Gruppe der beschichteten Stents klare Unterschiede für den Einsatz bei einem Herzinfarkt nachgewiesen werden. Der Gruppe gelang der Nachweis, dass die neuste Generation von Stents, die sich durch ein besonders dünnes Metallgerüst und eine bio-degradierbare (resorbierbare) Trägerschicht für Medikamente auszeichnet, deutliche Vorteile aufweist. Die permanent beschichteten Drug-Eluting-Stents (DES) zeigten weniger gute Resultate.

Publikation: Iglesias JF et al. Biodegradable polymer sirolimus-eluting stents versus durable polymer everolimus-eluting stents in patients with ST-segment elevation myocardial infarction (BIOSTEMI): a single-blind, prospective, randomised superiority trial. Lancet 2019;394(10205):P1243-1253. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)31877-X