Neue Studie zu Tumormarkern beim Bauchspeicheldrüsenkrebs startet23. August 2018 Grafik: © kartoxjm/Fotolia Das interdisziplinäre Pankreaszentrum am Asklepios Klinikum Harburg – Mitglied im Asklepios Tumorzentrum Hamburg – nimmt seit Kurzem an einer Tumormarker-Studie zur Früherkennung des Pankreaskarzinoms teil. Dazu werden noch Patienten gesucht. Die deutschlandweite Studie mit dem Namen „META-PAC“ untersucht die Wertigkeit des neuen Tumormarkers „MxP®PancreasScores“, der in Voruntersuchungen vielversprechende Ergebnisse zeigte. Die Studie wird vom Gesundheitsministerium gefördert (BMBF). Warum ist diese Studie so wichtig? Pro Jahr erkranken in Deutschland circa 17.000 Menschen an einem Pankreaskarzinom. Diese Krebserkrankung zählt zu den bösartigsten überhaupt. Nur jeder zehnte bis zwölfte Patient überlebt die Zeitpanne von 5 Jahren nach Diagnosestellung. Das Problem ist, dass die Erkrankung oft zu spät erkannt wird. Bei über der Hälfte der Patienten wird der Krebs erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Trotz moderner Therapien ist in solch einem Stadium meistens keine Heilung mehr möglich. Würde man das Pankreaskarzinom viel früher entdecken, könnte man die Heilungschancen für alle Patienten wesentlich verbessern. Wie funktioniert der neue Tumormarker? Der neue Tumormarker MxP®PancreasScore kann in einer gewöhnlichen Blutprobe bestimmt werden. Der Tumormarker basiert auf speziellen Stoffwechselprodukten im Blut, die bei Patienten mit einem Pankreaskarzinom in einer anderen Zusammensetzung auftreten als bei Patienten ohne diese Erkrankung. In den bisherigen Studien lieferte dieser Tumormarker vielversprechende Ergebnisse. Insbesondere konnte eine Unterscheidung zwischen Pankreaskarzinom und chronischer Pankreatitis vorgenommen werden, wozu die bisherigen Tumormarker nicht in der Lage waren. Wer kann an der Studie teilnehmen? Teilnehmen können Patienten, bei denen der Verdacht auf einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse besteht. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Pankreaskarzinom, einen gutartigen Tumor, eine Zyste oder eine chronische Entzündung handelt. Im Rahmen der Pankreassprechstunde erfolgt in der Studienambulanz durch Chefarzt PD Dr. Chromik die Aufnahme der Patienten in die Studie. Neben der Blutabnahme für die Studie wird hier eine genaue Anamnese, körperliche Untersuchung und Sichtung der bisherigen Befunde im Hinblick auf die mögliche Bauchspeicheldrüsenerkrankung vorgenommen. Wenn erforderlich, werden weitere Untersuchungen zur Vervollständigung veranlasst. Das Studienprotokoll sieht vor, dass dieses Vorgehen nach 3, 6, 12, 18, 24 und 36 Monaten wiederholt wird. Das bedeutet, dass der Patient über diesen Zeitraum kontinuierlich über die Studienambulanz bzw. Pankreassprechstunde angebunden bleibt. Kontakt zur Pankreassprechstunde: Tel. 040/181886-2534
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