Neue Therapiemethode bei bipolarer Störung7. Januar 2019 Vorbereitung der transkraniellen Magnetstimulation (rTMS). (Foto: London Psychiatry Centre) Die Kombination von repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS) und hoch dosiertem Thyroxin könnte für Patienten mit Typ-2- und subschwelliger bipolarer Störung eine wirksame Therapieoption sein. Das berichtet das London Psychiatry Centre. Die Wissenschaftler des Zentrums kombinierten repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) mit Hochdosis-Thyroxin, dessen Dosierung sie auf Basis genetischer Tests auf schilddrüsenaktivierende Enzyme festlegten, und konnten beobachten, dass bei den Patienten mit bipolaren Störungen nur minimale oder gar keine Nebenwirkungen auftraten. “Die größte Herausforderung für Patienten mit bipolaren Störungen ist die erhebliche Belastung durch Nebenwirkungen, die mit herkömmlichen Behandlungen einhergehen. Die Entdeckung dieser neuen Behandlungsmethode ist bahnbrechend für Patienten, ihre Angehörigen und die psychische Gesundheit, und wir hoffen, dass dies den Weg für einen Wandel in der Behandlung bipolarer Störungen ebnen wird”, erklärte Dr. Andy Zamar, Gründer des London Psychiatry Centre. Zuvor hatten Zamar, der Endokrinologe Dr. Abbi Lulsegged und der Kardiologe Dr. Robin Roberts beobachtet, dass die meisten mit hochdosiertem Thyroxin behandelten Patienten Testprofile ihrer Schilddrüsenfunktion hatten, die mit einer Verzögerung bei der Aktivierung des Schilddrüsenhormons einhergehen. Das Team begann, die genetische Kodierung der Enzyme zu untersuchen, die das Schilddrüsenhormon aktivieren, um so den Behandlungserfolg vorherzusagen und zu verfeinern, sowie Nebenwirkungen zu vermeiden. Sie beobachten, dass die meisten Patienten einen Mangel an einem, zwei oder beiden Enzymen hatten, die zur Aktivierung des Schilddrüsenhormons notwendig sind und zur Stabilisierung der Stimmung beitragen. Patienten, die die Kombination aus rTMS und hochdosiertem Thyroxin erhielten, berichteten über geringe oder keine Nebenwirkungen und sahen, wie sich ihr Zustand nach Jahren erfolgloser Behandlung mit mehreren Medikamenten und/oder ECT vollständig erholte. Originalpublikation: Zamar A et al.: High-dose levothyroxine for the management of bipolar affective disorder: two case reports. JRSM Open 2017;8(9):2054270417715567.
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