Neuer Chefarzt der Klinik für Urologie am Lukaskrankenhaus Neuss

Robert Rabenalt. Foto: Rheinland Klinikum

PD Dr. Robert Rabenalt hat zum neuen Jahr die Leitung der Klinik für Urologie am Lukaskrankenhaus in Neuss (NRW) übernommen. Er folgt als Chefarzt auf Prof. Thomas Otto, der nach 21 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand getreten ist. 

Geografisch ist es für Rabenalt kein weiter Schritt: Er wechselt vom Marien Hospital Düsseldorf, wo er als Leitender Oberarzt sowie ärztlicher Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Robotische Operationen (ZIRO) tätig war, ins Linksrheinische nach Neuss. Wie es auf der Klinik-Website heißt, freut sich Rabenalt an seiner neuen Wirkungsstätte besonders darauf, die Robotik-Operationen in seinem Fachbereich weiter auszubauen. Der Facharzt für Urologie verfügt nach Angaben der Klinik über langjährige Erfahrung mit robotergestützten Eingriffen.

„Mit dieser Expertise ist Herr Dr. Rabenalt für unser Klinikum die Idealbesetzung in dieser Position“, sagt Geschäftsführerin Nicole Rohde, die zugleich Worte des Dankes gegenüber dem scheidenden Vorgänger findet: „Professor Otto hat maßgeblich zum guten Ruf der Klinik für Urologie am Lukaskrankenhaus beigetragen. Ich bin davon überzeugt, dass Dr. Rabenalt dieses positive Image noch weiter ausbaut und alle Operateure von seinem enormen Fachwissen auf dem Gebiet der robotisch unterstützten Operation profitieren werden.“

Gebürtiger Leipziger wechselte 2008 ins Rheinland

Aufgewachsen in Leipzig, studierte Rabenalt an der Universität seiner Heimatstadt von 1993 bis 2000 Medizin und unternahm am dortigen Uni-Klinikum auch seine ersten beruflichen Schritte. Im Jahr 2006 promovierte er mit dem Prädikat „summa cum laude“ zum Thema „Die endoskopische extraperitoneale radikale Prostatektomie (EERPE)“. Zwei Jahre später übersiedelte er ins Rheinland und wechselte als Oberarzt an die Uniklinik Düsseldorf. Bereits dort übernahm er die Leitung des zertifizierten Prostatakarzinomzentrums sowie der Abteilung für Roboterchirurgie und minimalinvasive Operationen.

Die Verbindung aus Medizin und Technik war es nicht zuletzt auch, die ihn für die Urologie begeisterte, wie Rabenalt betont: „Mein Fachgebiet habe ich eher per Zufall während des Praktischen Jahres für mich entdeckt, als während der 1990er-Jahre das minimalinvasive Operieren und die Robotik aufkamen, hat mich das als technisch sehr interessierter Mensch von Anfang an total fasziniert. Zumal die Vorteile für die Patienten – kleinere Schnitte, dadurch weniger Schmerzen und schnellere Erholung – immens und überzeugend sind.“ 2018 verließ er die Uniklinik als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Urologie Richtung Marien Hospital und habilitierte mit einer Schrift über „Die Entwicklung von minimal-invasiven Operationstechniken in der Urologie an ausgewählten Beispielen der radikalen Prostatektomie, partiellen Nephrektomie und radikalen Zystektomie“.

Das Lukaskrankenhaus Neuss mit seiner urologischen Klinik gehört zum kommunalen Klinikverbund Rheinland Klinikum. Dazu gehören insgesamt vier Krankenhäuser, fünf Medizinische Versorgungszentren, drei Seniorenhäuser, zwölf Kitas und ein Zentrum für Arbeitsmedizin.

(ms)