Neuer therapeutischer Ansatz gegen AIDS entdeckt5. Juni 2018 Bild: © artemegorov – fotolia.com Forscher des CNRS, der Universität Paris-Descartes und des Universitätsklinikums von Quebec haben gezeigt, dass die Verabreichung des Moleküls Q-VD-OPH an mit SIV (Simian Immunodeficiency Virus, dem HIV sehr ähnlich) infizierten Affen eine Eindämmung der Infektion ermöglicht: Die AIDS-Krankheit brach bei ihnen nicht aus und das Erregerreservoir des Virus im Körper hatte sogar abgenommen. Zwischen vier und achtzehn Tagen nach der Infektion verabreichten die Forscher den Affen fünf Injektionen mit dem Q-VD-OPH. Dieses Peptid inhibiert Moleküle, die eine Messenger-Rolle bei der Apoptose spielen. Indem sie verhinderten, dass die Selbstzerstörungsnachricht die Zelle erreicht, konnten die Forscher den Rückgang der LT4-Populationen – eine Gruppe von weißen Blutzellen zur Immunabwehr – verhindern. Bei den Affen konnte somit ohne eine weitere Behandlung die Infektion reguliert werden. Nach vierjähriger Behandlung war kein Primat an AIDS erkrankt. Darüber hinaus haben die Forscher eine Verringerung des Virusreservoirs beobachtet. Dieses Ergebnis ist sehr vielversprechend, da die aktuellen Behandlungen nur die Replikationsmechanismen des Virus beeinflussen, um es im Blut nicht mehr nachweisbar zu machen, seine Anwesenheit in den lymphatischen Organen jedoch nicht reduzieren können. Die Forscher wollen jetzt herausfinden, ob das Molekül Q-VD-OPH die LT4-Zellen retten kann, auch wenn es erst zu einem späteren Zeitpunkt nach der Infektion verabreicht wird. Publikation: Laforge, M. et al. (2018). The anti-caspase inhibitor Q-VD-OPH prevents AIDS disease progression in SIV-infected rhesus macaques. The Journal of clinical investigation, 128(4). – https://www.jci.org/articles/view/95127 Quelle: « Une nouvelle piste thérapeutique contre le sida », Artikel aus Le Monde, 29.04.2018 – http://abonnes.lemonde.fr/sciences/article/2018/04/29/une-nouvelle-piste-therape…
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