Neues Forschungsprojekt zu neurologischen und neuropsychiatrischen Komplikationen nach COVID-1919. September 2022 Logo des neuen Forschungsprojektes. (Quelle: NEUROCOV) Unter Leitung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) erforschen zehn Partner aus sieben Ländern im Projekt “NEUROCOV” neurologische und neuropsychiatrische Komplikationen nach COVID-19-Infektionen. Das interdisziplinär ausgerichtete NEUROCOV-Konsortium wird in den nächsten fünf Jahren untersuchen, welche Rolle die Wechselwirkung zwischen Wirtssystem und Virus für die Entstehung neurologischer und psychiatrischer Symptome nach COVID-19-Infektionen spielt. Ziel ist es, eine Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen. Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 können sowohl kurz- als auch langfristige neurologische und neuropsychiatrische Symptome auslösen – mit schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Patienten selbst, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes. Eingeschränkt werden die therapeutischen Möglichkeiten von den bislang noch begrenzten Erkenntnisse über COVID-19 und die zugrundeliegenden Mechanismen, insbesondere im Hinblick auf die Schädigung des zentralen Nervensystems. Das neue Forschungsprojekt NEUROCOV wird sich diesem Problem widmen, indem es die Wechselwirkungen zwischen dem Nervengewebe und der durch die SARS-CoV-2-Infektion ausgelösten Immun-/Entzündungsreaktion untersucht. Das Projekt wird durch das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon Europe der Europäischen Union gefördert und in den nächsten fünf Jahren mit knapp 8,4 Millionen Euro ausgestattet.
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