Neuroimmunologe erhält Jacob-Henle-Medaille8. Februar 2018 Prof. Hartmut Wekerle (Foto: umg/spförtner) Prof. Hartmut Wekerle, Hertie-Seniorprofessor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried, erhält die Jacob-Henle-Medaille, die höchste jährliche Auszeichnung der Medizinischen Fakultät Göttingen. Prof. Hartmut Wekerle, Hertie-Seniorprofessor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried, erhält von der Medizinischen Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ihre höchste jährliche Auszeichnung verliehen: die Jacob-Henle-Medaille. Er wird damit für sein Lebenswerk auf dem Gebiet der Neuroimmunologie ausgezeichnet. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Wekerle konzentrieren sich auf die Erforschung der Multiplen Sklerose (MS). Mit modernsten Methoden gelang ihm und seinen Mitarbeitern eine Reihe von bahnbrechenden Erkenntnissen. So entdeckten sie zum Beispiel neue Angriffspunkte der Immunzellen, wie Immunzellen in das Nervengewebe eindringen oder dass entzündliche Hirnerkrankungen möglicherweise ihren Beginn im Darmbereich nehmen. Wekerle gilt als Begründer der experimentellen Neuroimmunologie in Deutschland. Er hat wesentliche wissenschaftliche Grundlagen geschaffen, ohne die die Neuroimmunologie nicht ihre Bedeutung in der weltweiten Forschungslandschaft gewonnen hätte. So konnte er erstmals aufzeigen, welche Immunzellen eine Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems auslösen können. Zusammen mit Kollegen aus Israel generierte Weckerle ein Tiermodell der MS, das heutzutage weltweit als Standard verwendet wird und auch für die Entwicklung von Therapien entscheidende Impulse gegeben hat. Auf Wekerles Forschungen und Aktivitäten ist es letztlich zurückzuführen, dass die Neuroimmunologie innerhalb der Neurologie eines der aktivsten Felder mit Blick auf Forschung und therapeutischen Fortschritt darstellt. Zudem würdigt der Preis auch Wekerles außerordentliches Engagement zur Förderung des internationalen Austausches und der Wissenschaft im Allgemeinen. So war er einer der ersten, die zur Belebung der deutsch-israelischen Beziehungen als junger Wissenschaftler einen Forschungsaustausch in Israel absolvierte. Wekerle hat in seinem Labor zahlreiche Schülerinnen und Schüler ausgebildet und geprägt, die seine Begeisterung und Engagement für die Wissenschaft und klinische Betreuung im Gebiet der Neuroimmunologie weitertragen.
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