Neuroprotektives Medikament reduziert Beeinträchtigungen nach Schlaganfall12. Februar 2026 Das neuroprotektive Medikament Loberamisal kann die Folgen eines Schlaganfalls verringern, wenne s innerhlab von 48 Stunden verabreicht wird. (Bild: © peterschreiber.media/stock.adobe.com) Die Gabe eines neuroprotektiven Medikaments innerhalb von 48 Stunden nach einem Schlaganfall kann einer chinesischen Phase-III-Studie zufolge 90 Tage später die Beeinträchtigungen reduzieren. In der klinischen Phase-III-Studie aus China wiesen Schlaganfallpatienten, die innerhalb von 48 Stunden nach Symptombeginn zehn Tage lang täglich intravenös mit Loberamisal, einem neuartigen neuroprotektiven Medikament, behandelt wurden, nach 90 Tagen einen höheren Anteil sehr guter funktioneller Erholung (modifizierte Ranking-Skala Score 0–1, geringe bis keine Beeinträchtigung) auf als Patienten, die ein Placebo erhielten. Die Behandlung mit Loberamisal wurde als sicher eingestuft, da die Patienten im Vergleich zur Placebogruppe kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen oder Tod aufwiesen. Loberamisal fördert die Erholung nach einem Schlaganfall Schlaganfallpatienten, die zehn Tage lang täglich intravenös mit Loberamisal, einem neuartigen neuroprotektiven Medikament, behandelt wurden (beginnend innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der Schlaganfallsymptome), erholten sich besser als Patienten, die ein Placebo erhielten. Dies geht aus einer vorläufigen wissenschaftlichen Präsentation auf der Internationalen Schlaganfallkonferenz 2026 der American Stroke Association hervor. Die Konferenz, fand vom 4. bis 6. Februar 2026 in New Orleans statt. Die Studie ist eine klinische Phase-III-Studie zur Bewertung der Wirksamkeit einer neuen Behandlungsmethode. Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit von Loberamisal, einer neuartigen, dual wirkenden Therapie, die Gehirnzellen in den ersten zwei Tagen nach einem Schlaganfall schützen soll, zu bewerten. „Neuroprotektive Wirkstoffe könnten die Behandlungsergebnisse verbessern, da sie die Funktion neurovaskulärer Einheiten erhalten sollen. Allerdings verliefen die meisten Studien mit diesen Wirkstoffen bisher nicht erfolgreich“, so Studienautor Dr. Shuya Li, Direktor des Zentrums für klinische Studien und Leiter der Phase-I-Forschungseinheit am Beijing Tiantan Hospital in Peking. „In dieser Studie testeten wir Loberamisal, einen niedermolekularen, dual wirkenden neuroprotektiven Wirkstoff, der sich in Nagetierstudien als wirksam erwiesen hat. Neue Behandlungsansätze für Schlaganfälle könnten aus Multitarget-Neuroprotektiva hervorgehen, die wichtige Fortschritte bei der Reduzierung oder Prävention von Behinderungen nach einem Schlaganfall ermöglichen.“ Die neuen AHA-Leitlinien 2026 zur frühen Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls betonen ebenfalls ein wieder gestiegenes Interesse an neuroprotektiven Ansätzen, weisen jedoch auf bestehende Wissenslücken hin. Studiendesign An der Studie nahmen Patienten teil, die in 32 Zentren in China wegen eines Schlaganfalls behandelt wurden. 998 Erwachsene im Alter von 18 bis 80 Jahren erhielten über zehn Tage entweder eine tägliche intravenöse Infusion von 40 mg Loberamisal oder ein entsprechendes Placebo. Die Behandlung begann innerhalb von 48 Stunden nach einem mittelschweren bis schweren Schlaganfall (NHISS Score 7-20) aufgrund eines Gefäßverschlusses. Nur etwa 17 % der Teilnehmenden erhielten eine Standardmedikation zur intravenösen Auflösung des Thrombus (z. B. Alteplase), was die Beurteilung der kombinierten Wirkung beider Behandlungen einschränkt. Patienten, die sich einer chirurgischen Behandlung des Gefäßverschlusses (mechanische Thrombektomie) unterzogen, wurden von der Studie ausgeschlossen. 90 Tage nach der Behandlung ergab die Analyse, dass 69 % der mit Loberamisal behandelten Teilnehmenden eine sehr gute funktionelle Erholung (geringe bis keine Beeinträchtigung) zeigten, im Vergleich zu etwa 56 Prozent in der Placebogruppe. Die Behandlung wurde als sicher eingestuft, da die Patienten im Vergleich zur Placebogruppe kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen oder Tod aufwiesen. Eine Einschränkung der Studie besteht darin, dass sie ausschließlich in China durchgeführt wurde. Die Ergebnisse lassen sich daher nicht direkt auf Menschen in anderen Ländern übertragen. Limitationen „Wir möchten unsere Ergebnisse mit größeren Personengruppen bestätigen, darunter Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, Patienten mit sehr schweren Schlaganfällen und solche, die sich auch einer Gefäßoperation unterzogen haben. Wir müssen die Wirkungsweise von Loberamisal besser verstehen, indem wir Biomarker in verschiedenen Bevölkerungsgruppen untersuchen“, erläutert Li. Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass die meisten Patienten in der Studie einen mittelschweren bis schweren Schlaganfall erlitten haben, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Menschen mit sehr schweren Schlaganfällen einschränken kann. Es wurden keine Blut- oder Bildgebungsbiomarker untersucht, was die Übertragbarkeit der Studienergebnisse zum Wirkmechanismus von Loberamisal einschränkt. Hinweis: Die in dieser Pressemitteilung vorgestellte Studie ist ein Forschungsabstract. Abstracts, die auf den wissenschaftlichen Tagungen der American Heart Association präsentiert werden, werden nicht von Fachkollegen begutachtet, und die Ergebnisse gelten als vorläufig, bis sie als vollständige Manuskripte in einer begutachteten wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht werden. (lj/BIERMANN) Außerdem interessant zum Thema Schlaganfall: Neuer Risikorechner kann Demenz nach einem Schlaganfall vorhersagen American Stroke Association veröffentlicht neue Leitlinie
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