Neuroradiologie am Campus Kiel weiht neues Katheterlabor ein

Prof. Olav Jansen (l.), Direktor der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, und Dr. Fritz Wodarg, leitender Oberarzt, sind zuversichtlich, dass die neue Anlage zu einer noch besseren Versorung schwerer Schlaganfälle beiträgt. (Foto: UKSH)

Dank der neuen Anlage können schwere Schlaganfälle und Erkrankungen an den Hirngefäßen schneller und besser therapiert werden.

Mitarbeiter der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, freuen sich über eine neue biplanare Angiographieanlage zur Therapie von Schlaganfällen und Erkrankungen an den Hirngefäßen. „Die neue Anlage wird durch eine noch bessere Bildqualität und zahlreiche neue technische Möglichkeiten zur Steigerung der Behandlungsqualität beitragen“, ist sich Klinikdirektor Prof. Olav Jansen sicher.

Das neue Katheterlabor bezieht derzeit seine neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Gebäude der Chirurgie (Haus C) und bildet mit den dort vorhandenen radiologischen Katheterlaboren einen radiologisch-neuroradiologischen Cluster aus drei Laboren der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie. „Hier können Patientinnen und Patienten allumfassend stationär und ambulant, elektiv oder notfallmäßig rund um die Uhr hervorragend versorgt werden“, erläutert Jansen.

Die technischen Vorteile der neuen Anlage sind eine höhere Bildqualität bei geringerer Strahlenbelastung. Zudem verfügt das Gerät über zahlreiche Tools, die sich besonders gut für Schulungszwecke und für telematische Anwendungen einsetzen lassen. Auch räumlich konnten durch das neue Labor Verbesserungen erzielt werden. So bietet es den Mitarbeitenden mehr Platz und verfügt über einen separaten Einleitungsraum zur Vorbereitung der Patienten. „Den größten Nutzen erzielen wir durch die Clusterung, also das Zusammenlegen mehrerer Anlagen und Geräte unter einem Dach“, sagt der Radiologe, „sodass wir insbesondere in Notfallsituationen eine schnellere und bessere Versorgung sicherstellen können.“

Zurzeit werden im neuroradiologischen Katheterlabor des UKSH am Campus Kiel mehr als 800 Untersuchungen und Behandlungen jährlich durchgeführt, darunter mehr als 150 Patienten mit akuten schweren Schlaganfällen. Damit ist das neuroradiologische Katheterlabor nach Angaben der Klinik eines der größten seiner Art in Norddeutschland.