Newcastle-Krankheit im Berliner Zoo nachgewiesen

Weiblicher Wallichfasan (Symbolbild) Foto: © lapis2380 – stock.adobe.com

Im Berliner Zoo bleibt das Vogelhaus dicht: Nach dem Nachweis des Newcastle-Disease-Virus greifen strenge Maßnahmen. Was Besucher jetzt wissen müssen – und wie das Virus übertragen wird. Der Zoo bleibt für Besucher geöffnet.

Im Zoo Berlin ist bei einem verendeten Wallichfasan die Newcastle-Krankheit nachgewiesen worden. Der Vogelbereich mit Fasanerie und Vogelhaus ist seitdem für Besucher geschlossen, wie der Zoo mitteilte. Der Zoo bleibe jedoch geöffnet.

Für Menschen ist die Newcastle-Krankheit, wegen ähnlicher Symptome wie bei der Vogelgrippe (Geflügelpest) auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet, in der Regel ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es zu Bindehautentzündungen kommen. Fast alle Vogelarten können sich infizieren. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wildlebenden Tauben nachgewiesen.

Nach Angaben des Zoos wurden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden umgehend Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehören die Beprobung der Vögel sowie die Einrichtung von Hygieneschleusen. 

Zuletzt wurden immer wieder Fälle der Krankheit in Brandenburger Landkreisen bekannt. Das Newcastle-Disease-Virus wird laut Friedrich-Loeffler-Institut etwa über die Luft, kontaminierte Materialien oder über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen.

Aktuelle Fälle der Newcastle-Krankheit in Brandenburg und Berlin

Newcastle-Krankheit in Brandenburg und Bayern – Biermann Medizin

Informationen des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI), inklusive FAQ

Newcastle-Krankheit (ND) | Friedrich-Loeffler-Institut

Auch hatte das FLI eine erhöhte Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen herausgebracht

FLI: erhöhte Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen – Biermann Medizin