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Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,
Kopfschmerzen, gestörte Sinnesempfindungen sowie Probleme mit dem Gedächtnis oder der Konzentration: Die Liste der neurologischen Symptome bei Long-COVID ist lang. Wie es dazu kommt, dass bis zu zehn Prozent der Menschen nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus persistierende Beschwerden zeigen, ist bislang nicht vollständig verstanden. Wissenschaftler von Helmholtz Munich und der LMU München haben sich intensiv mit den neurologischen Spätfolgen von COVID-19 auseinandergesetzt und herausgefunden, dass das Spike-Protein von SARS-CoV-2 nach der akuten Infektion bis zu vier Jahre lang in den Hirnhäuten und im Knochenmark des Schädels nachweisbar ist. Dort löst es nach Einschätzung der Forschenden eine chronische Entzündung aus, die das Risiko für Schlaganfälle, neurodegenerative Erkrankungen und andere Hirnschäden deutlich erhöht. Angesichts der Tatsache, dass sich mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren mit SARS-CoV-2 infiziert hat, sind das keine guten Nachrichten. Positiv ist aber, dass die Immunisierung mit dem mRNA-Impfstoff die Menge an verbleibendem Spike-Protein um etwa die Hälfte reduziert.
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