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Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,
seit Jahrzehnten suchen Forscher nach einer Möglichkeit, die neurodegenerativen Prozesse bei der Parkinsonkrankheit zu stoppen. Bislang vergebens. Nun hat eine internationale Forschergruppe, an der Wissenschaftler der Universitäten Marburg und München maßgeblich beteiligt waren, zwei Kasuistiken veröffentlicht, deren Ergebnisse fast zu schön klingen, um wahr zu sein: Demnach ist es den Medizinern gelungen, das Fortschreiten der Parkinsonkrankheit bei beiden Patienten, die unter einer isolierten REM-Schlafverhaltensstörung (iRBD) litten und mit hoher Wahrscheinlichkeit an Parkinson erkrankt wären, durch Gabe der Aminosäure Acetyl-DL-Leucin über knapp zwei Jahre nicht nur aufzuhalten, sondern teilweise sogar rückgängig zu machen. Sollte sich dieser Erfolg in klinischen Studien replizieren lassen, gliche die Entdeckung beinahe der des Penicillins: Sie würde die medizinische Versorgung zumindest in der Neurologie revolutionieren.
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