Ausgabe 36/2024

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Mittwoch, 04. September 2024

Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,

seit Jahrzehnten suchen Forscher nach einer Möglichkeit, die neurodegenerativen Prozesse bei der Parkinsonkrankheit zu stoppen. Bislang vergebens. Nun hat eine internationale Forschergruppe, an der Wissenschaftler der Universitäten Marburg und München maßgeblich beteiligt waren, zwei Kasuistiken veröffentlicht, deren Ergebnisse fast zu schön klingen, um wahr zu sein: Demnach ist es den Medizinern gelungen, das Fortschreiten der Parkinsonkrankheit bei beiden Patienten, die unter einer isolierten REM-Schlafverhaltensstörung (iRBD) litten und mit hoher Wahrscheinlichkeit an Parkinson erkrankt wären, durch Gabe der Aminosäure Acetyl-DL-Leucin über knapp zwei Jahre nicht nur aufzuhalten, sondern teilweise sogar rückgängig zu machen. Sollte sich dieser Erfolg in klinischen Studien replizieren lassen, gliche die Entdeckung beinahe der des Penicillins: Sie würde die medizinische Versorgung zumindest in der Neurologie revolutionieren.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Modifizierte Aminosäure stoppt Progression der Parkinson-Krankheit im Vorstadium

Modifizierte Aminosäure stoppt Progression der Parkinson-Krankheit im Vorstadium

Eine internationale Arbeitsgruppe hat zwei beeindruckende Patientenfälle publiziert: Die Therapie mit der modifizierten Aminosäure Acetyl-DL-Leucin konnte in beiden Fällen im Prodromal-Stadium der Parkinson-Krankheit die Progression unterbinden. Dies berichtet die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN).

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Erklärvideo zur Erstlinientherapiea bei mild-aktiverb RMS

Was ist mit einer mild-aktivenb RMS gemeint? Das erläutert dieses neue Erklärvideo. Ohne zu viel zu verraten, zeigt dieses Video, in welchem Maße auch mild-aktiveb RMS-Patient*innen von der Wahl einer passenden Erstlinientherapie potenziell profitieren können.

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Analyse von Misshandlungserfahrungen in der Kindheit ermöglicht personalisierte Therapie

Misshandlungen in der Kindheit sind ein Hauptrisikofaktor für früh einsetzende und chronische Depressionen, werden bislang jedoch nicht systematisch erfasst. Forschende des LMU Klinikums und des Uniklinikums Freiburg haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe das Ansprechen Betroffener auf Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) vorhergesagt werden kann.

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Adulte ADHS: MPH-Präparat jetzt auch zweimal täglich

Bei ADHS im Erwachsenenalter hat sich ein Mix aus Psychoedukation, Psychotherapie und Pharmakotherapie bewährt. Als Erstlinientherapie wird der Einsatz von Methylphenidat-Präparaten empfohlen. Medikinet® adult ist als einziges MPH-Präparat zur täglichen Zweimalgabe zugelassen; so können Patienten ihren Tag ganz individuell gestalten, um ihre Aufgaben souverän zu meistern.

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Bessere Erholung nach Schlaganfall: Frühzeitige Kombinationstherapie macht den Unterschied

Bessere Erholung nach Schlaganfall: Frühzeitige Kombinationstherapie macht den Unterschied

Eine neue Studie der Universitätsmedizin Magdeburg zeigt, dass eine frühe, durch Gehirnaktivität gesteuerte Therapie die Beweglichkeit des Arms nach einem Schlaganfall deutlich verbessern kann.

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Virtuelles Komplement-Forum 2024 am 27.11.24

Melden Sie sich jetzt kostenfrei an zur interaktiven Fortbildungsveranstaltung mit Fokus auf klinisch-praktischen Aspekten der Komplementtherapie. Als ärztliche Leitung diskutiert Prof. Martin Grond (Siegen) mit führenden Experten die Themen „Impfung bei Immunsuppression“ und „Management komplementvermittelter Erkrankungen im Akut- und Notfallsetting“. CME-Zertifizierung beantragt.

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Alzheimer: Zusammenhang zwischen verändertem Hirnstoffwechsel und Alpha-Synuclein entdeckt

Aktuelle Studienergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer differenzierten Diagnostik von Alzheimer-Betroffenen, insbesondere angesichts neuartiger Therapieansätze.

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VYVGART® kann die Lebensqualität bei gMG verbessern

Die Verbesserung der Lebensqualität ist ein wichtiges Therapieziel der Myasthenia gravis.1 Mit VYVGART® konnte in Zyklus 1 bei AChR-Ak-positiven gMG Patient:innen eine Verbesserung des mittleren Gesamtscores im MG-ADL, QMG, MCG und MG-QOL15r erzielt werden, wobei ab Woche 1 statistisch signifikante Unterschiede zum Ausgangswert beobachtet wurden, die in allen Messungen bis Woche 7 anhielten.2 

Pflichtangaben

Quellen:
1 S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie myasthener Syndrome; AWMF-Registernummer: 030/087.
2 Howard JF et al. Lancet Neurol 2021; 20: 526-536.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Liberale oder restriktive Transfusionsstrategie bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma.
N Engl J Med 2024;391:722–735.

Paresenmuster bei 5q-assoziierter Spinaler Muskelatrophie.
Ther Adv Neurol Disord, 27. August 2024

Sofortige und langfristige Wirksamkeit der transkraniellen Gleichstromstimulation (tCDS) bei Zwangsstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und Angststörungen: Systematischer Review und Meta-Analyse.
Transl Psychiatry 2024 Aug 25;14(1):343.

Polygene Risikowerte und Zwillingskonkordanz für Schizophrenie und bipolare Störung.
JAMA Psychiatry, 28. August 2024

 
 
 
Biologische Uhr spielt bei Depressionen eine wichtige Rolle

Biologische Uhr spielt bei Depressionen eine wichtige Rolle

Ein deutsch-französisches Forscherteam hat den Einfluss der biologischen Uhr im Gehirn auf die Entstehung und Therapie von Depression bei Mäusen nachgewiesen. Das Antidepressivum Ketamin beeinflusst die innere Uhr und hat damit das Potenzial für neue, gezielte Therapieansätze.

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KURZMELDUNGEN:

Prof. Jens Minnerup ist seit 1. September neuer Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck. Er tritt die Nachfolge von Prof. Thomas Münte an.
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Über die Chancen, Risiken und ethischen Fragen, die sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin ergeben, diskutierten die Teilnehmer des Westfälischen Ärztetages. Das Fazit: KI kann unterstützen, darf aber nicht ersetzen.
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TERMINE:

Herbstkongress der DGS 2024
3. - 5. Oktober 2024
Berlin

36. Jahrestagung der Österreichischen Alzheimer-Gesellschaft
10. - 11. Oktober 2024
Salzburg, Österreich

Deutscher Schmerzkongress 2024
16. - 19. Oktober 2024
Mannheim

 
 

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