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Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,
eine Operation am Gehirn ist für viele Menschen eine angsteinflößende Vorstellung. Wenn diese dann auch noch im Wachzustand erfolgen soll, weil wichtige Gehirnfunktionen erhalten bleiben oder der Erfolg des operativen Eingriffs überwacht werden sollen, stellt dies für Betroffene eine starke psychische Belastung dar. Denn das Eröffnen des Schädels mit mechanischen Instrumenten geht mit immens empfundenem Lärm und starken Vibrationen einher, was zu einer erheblichen Stressreaktion führt. Daher werden Wachoperationen bislang meist nur dann durchgeführt, wenn für den Eingriff eine kleine Schädelöffnung erforderlich ist
Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik in Aachen forscht nun an einem Laser, der die Kraniotomie künftig vibrations- und nahe geräuschlos durchführt. Dies könnte den Forschenden zufolge nicht nur die Akzeptanz der Tiefen Hirnstimulation bei Patienten mit Bewegungsstörungen verbessern, sondern auch erlauben, Gehirntumore großräumiger zu entfernen. Denn wenn die Patienten für die Operation nicht mehr in Narkose versetzt werden müssen, kann leichter geprüft werden, ob durch die Resektion möglicherweise funktionale Defizite drohen.
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