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Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,
eines der Hauptmerkmale der Parkinsonkrankheit sind die verlangsamten Bewegungen der Betroffenen, die Bradykinese. Ihre Ursache wird im Dopaminmangel vermutet, die genauen Zusammenhänge waren bislang aber nicht bekannt. Ein Forscherteam der Charité Berlin hat nun mithilfe von Patientinnen und Patienten, die eine Tiefe Hirnstimulation erhalten sollten, den Einfluss des Neurotransmitters auf Hirnnetzwerke, welche die Absicht einer Bewegung weiterleiten, untersucht.
Dabei zeigte sich, dass Dopamin den Prozess von der Bewegungsintention im Gehirn bis zur eigentlichen Durchführung deutlich beschleunigt. Durch gezielte Stimulation der an diesem Prozess beteiligten Hirnregionen gelang es den Forschenden schließlich, den Effekt des Dopamins auf die Bewegungsplanung und -ausführung zu imitieren. Die Wissenschaftler hoffen nun, die Tiefe Hirnstimulation künftig im Sinne einer intelligenten Gehirn-Computer-Schnittstelle einsetzen zu können: Sobald der Wille zu einer Bewegung im Gehirn erkannt wird, könnte mittels elektrischer Impulse der Weg bis zu ihrer Ausführung beschleunigt werden.
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