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Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,
bei der Behandlung des ischämischen Schlaganfalls stehen mit der medikamentösen Lysetherapie und der Thrombektomie wirksame Interventionen zur Verfügung, die das Potenzial haben, bleibende Schäden effektiv zu verhindern. Allerdings sind die Zeitfenster für die Behandlung relativ eng. Dazu kommt, dass viele Betroffene keine Angaben zum Zeitpunkt des Gefäßverschlusses machen können, beispielsweise weil der Schlaganfall während des Schlafs stattgefunden hat. Dann ist es für die Behandelnden schwierig abzuwägen, ob eine Lyse-Therapie oder mechanische Thrombenentfernung rein zeitlich noch infrage kommen. Bislang stützen Ärzte sich bei dieser Entscheidung auf CT-Bilder, die einzigartige Struktur jedes Gehirns erlaubt allerdings nur grobe Schätzungen. Forschende der Technischen Universität München haben nun gemeinsam mit britischen Kollegen einen auf Künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmus entwickelt, der den Zeitpunkt des Schlaganfalls auf Basis der Bildgebung deutlich präziser bestimmen kann als menschliche Experten. Da die Software vollständig automatisiert ausgeführt werden kann, sobald der CT-Scan auf dem Bildschirm erscheint, unterstützt und entlastet dies nicht nur die behandelnden Ärzte. Die Forschenden sind auch optimistisch, damit deutlich mehr Patienten der für sie optimalen Therapie zuführen zu können.
Die Details zum Algorithmus sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im letzten Newsletter dieses Jahres nachlesen. Die erste Ausgabe 2025 finden Sie dann am 8. Januar wieder in Ihrem E-Mail-Postfach.
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Weihnachtszeit, erholsame und ruhige Feiertage sowie einen guten und gesunden Start ins neue Jahr!
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