Ausgabe 49/2025

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Mittwoch, 03. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Adventszeit beginnt – für viele eine der besinnlichsten, aber vermutlich auch stressigsten Phasen des Jahres. Und falls Sie dabei das ein oder andere neue graue Haar entdecken: keine Sorge! Forschende haben gezeigt, dass stressbedingtes Ergrauen umkehrbar sein kann.

Was nicht umkehrbar ist, sind die vier Wendepunkte der neuronalen Vernetzung, die im Laufe des Lebens auftreten – im Durchschnitt im Alter von etwa 9, 32, 66 und 83 Jahren. Diese Umbauphasen prägen, wie unser Gehirn Informationen verarbeitet und sich an neue Herausforderungen anpasst.

Damit diese komplexen Neuverdrahtungen überhaupt erst möglich werden, spielt bereits in der frühen Entwicklung das Protein ARHGAP11A eine zentrale Rolle. Forschende konnten mithilfe von Gehirn-Organoiden zeigen, dass es Stammzellen während der Zellteilung ihre Orientierung bewahren lässt und die Architektur der tief liegenden Ventrikelzone stabil hält – ein essenzieller Mechanismus für die frühe neuronale Entwicklung.

Und apropos Orientierung – die geht bei Menschen mit Delir leider oft verloren. Schätzungen zufolge leidet mittlerweile etwa jeder vierte ältere Patient im Krankenhaus daran. Eine neue Studie konnte nun einen wichtigen genetischen Risikofaktor identifizieren und macht Hoffnung auf neue Behandlungsmöglichkeiten.

Nehmen Sie sich einen Moment für sich, lehnen Sie sich zurück und tauchen Sie ein in die Themen, die die Neurowissenschaften diese Woche bewegen!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Wie Mitochondrien die psychische Gesundheit beeinflussen

Wie Mitochondrien die psychische Gesundheit beeinflussen

Er forscht an der Schnittstelle von Psychologie und Biologie zu Stress und Alterung und war im November zu Gast an der Uni Ulm: Prof. Martin Picard von der Columbia University (USA) erhält die Hans Kupczyk-Gastprofessur 2025, die in diesem Jahr in der Abteilung Klinische und Biologische Psychologie angesiedelt ist. Anlässlich der Verleihung der Gastprofessur sprach Picard über Energie als Grundlage menschlicher Gesundheit von Körper und Geist.

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Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit
von PRODUODOPA®

Die neue ROSSINI Real-World-Beobachtungsstudie bestätigt unter Alltagsbedingungen die Wirksamkeit der nicht-oralen PRODUODOPA®-Folgetherapie bei fortgeschrittener Parkinson-Krankheit. Im Mittel verringerte sich die tägliche OFF-Zeit um 2,7 Stunden, während sich Parkinson-assoziierte Schlafstörungen signifikant verbesserten (PDSS-2: –6,0 Punkte).1

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Von der Kindheit bis ins Alter: Gehirnstruktur durchläuft fünf Phasen

Im Laufe eines Lebens verdrahtet sich das Gehirn einer Studie zufolge fünfmal umfassend neu. Im Alter von im Mittel etwa neun, 32, 66 und 83 Jahren gebe es Wendepunkte der neuronalen Vernetzung, berichtet ein Forschungsteam im Fachmagazin „Nature Communications“.

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ON-Zeit bei Parkinson verlängern

Aufgrund des fortschreitenden Verlaufs leiden Parkinson-Patienten unter L-Dopa-Therapie früher oder später häufig unter motorischen Fluktuationen. Im Video verrät Dr. Marie Perle Brinckmann, warum Ongentys® (Fachinfo) hier eine wertvolle Option darstellt und weshalb es aus ihrer Sicht kein „zu früh“ für den Einsatz dieser Add-on-Therapie gibt.

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Wie ein Gen die Architektur des menschlichen Gehirns formt

Wie ein Gen die Architektur des menschlichen Gehirns formt

Wie das menschliche Gehirn seine außergewöhnliche Komplexität erlangt, beschäftigt Forschende weltweit. Ein Team am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen hat nun mithilfe von Organoiden aufgezeigt, dass das Gen ARHGAP11A entscheidend zur Gehirnentwicklung beiträgt. 

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RYSTIGGO®: Wirtschaftlich und flexibel bei gMG

Die Behandlung der generalisierten Myasthenia gravis (gMG) erfordert eine starke Therapie, Flexibilität in der Anwendung und Wirtschaftlichkeit in der Verordnung.1-4
RYSTIGGO® ist zugelassen als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für erwachsene Anti-AChR- oder Anti-MuSK-Ak-positive gMG-Patient:innen4 und als bundesweite Praxisbesonderheit gemäß §130b SGB V anerkannt.1

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Genetischer Risikofaktor für Delir identifiziert

APOE4 ist ein bekannter Risikofaktor für die Entstehung von Alzheimer. Eine großangelegte Analyse der DNA von mehr als einer Million Menschen weltweit liefert nun Hinweise, dass die Genvariante auch das Risiko für die Entwicklung eines Delirs erhöht.

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Mögliche Angriffsstelle für schnell wirksame Antidepressiva identifiziert

Mögliche Angriffsstelle für schnell wirksame Antidepressiva identifiziert

Ein Forschungsteam am Universitätsklinikum Freiburg entschlüsselt im Tiermodell, wie ein Ketamin-ähnlicher Wirkstoff im Gehirn gegen Depression wirkt. Damit bietet es eine Grundlage für die gezielte Entwicklung neuer schnell wirksamer Antidepressiva.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Screening und In-vivo-Validierung von Schlüsselgenen, die an Myelinschäden bei Alzheimer beteiligt sind.
Mol Neurobiol 2025 Nov 29;63(1):213.

Fortschritte in der neurologischen Therapie: Ein Überblick über klinische Studien bei Alzheimer, Parkinson und Multipler Sklerose.
Am J Med 2025 Nov 27:S0002-9343(25)00826-5.

Ein nanoMIP-Sensor zur Echtzeit-in-vivo-Überwachung der Levodopa-Pharmakokinetik in der präzisen Parkinson-Therapie.
Nat Commun 2025 Dec 01. 

Prävalenz und synergistische Auswirkungen von neuropathischen Schmerzen und Fibromyalgie auf Behinderung und Lebensqualität bei Multipler Sklerose: eine Querschnittsstudie.
Rheumatol Int 2025 Nov 29;45(12):280.

 
 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Eine prospektive multizentrische Fall-Kontroll-Studie untersuchte Biomarker des plötzlichen unerwarteten Todes bei Erwachsenen mit medikamentenresistenter fokaler Epilepsie.
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Eine neue Studie zeigt, dass bestimmte genetische Veränderungen im Proteasom schwere neuronale Entwicklungsstörungen verursachen können.
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Kölner Forschende haben den Signalweg entschlüsselt, der die Regeneration von Nervenschäden bei Diabetes hemmt.
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TERMINE:

20. Deutscher Wirbelsäulenkongress
10.12. – 12.12.2025
Wiesbaden

Düsseldorfer Neurologiesymposium 2025
13.12.2025
Düsseldorf

15. Fachtag Sexualität & Psyche – Dimensionen des Begehrens
16.-17.01.2026
Mülheim an der Ruhr

27. Jahrestagung der Norddeutschen Vereinigung für Schlafmedizin
17.01.2026
Hamburg

 
 

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