|
Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Ihnen ein frohes und gesundes neues Jahr und freue mich, Sie auch 2026 wieder mit Neuigkeiten aus der Neurologie & Psychiatrie begleiten zu dürfen.
Zum Start ins neue Jahr rückt eine Zahl besonders in den Fokus: 40. Sie ist unsere Zahl der Woche – und widerspricht einer weit verbreiteten Annahme. Eine deutsche Studie zeigt, dass erhöhte fMRT-Signale in rund 40 Prozent der Fälle mit einer verminderten Hirnaktivität assoziiert sind. Umgekehrt können reduzierte Signale auch in hochaktiven Arealen auftreten. Damit wird die Aussagekraft funktioneller Bildgebung bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen von Alzheimer bis Zwangsstörung infrage gestellt.
Von der Diagnostik geht es direkt weiter zur Versorgung: Die neue S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“ verfolgt einen diagnoseübergreifenden Ansatz und richtet sich erstmals auch an Menschen in frühen Krankheitsphasen mit hohem Risiko für einen schweren Verlauf. So bietet sie Orientierung, wie Betroffene frühzeitig unterstützt und negative Folgen im Alltag verhindert werden können.
Und auch auf der immunologischen Ebene gibt es spannende Erkenntnisse: Bestimmte Darmbakterien, deren Oberflächenstrukturen der Myelinschicht von Nervenzellen ähneln, können laut einer Studie aus Basel das Immunsystem fehlleiten und so den Verlauf der Multiplen Sklerose beeinflussen.
Diese und weitere aktuelle Entwicklungen finden Sie in der dieswöchigen Ausgabe des Newsletters. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!
|