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Liebe Leserinnen und Leser,
obwohl Infektionen mit dem Affenpocken-Virus, wie sie in jüngster Zeit immer wieder beobachtet wurden, zumeist mit nur milden Symptomen einhergehen, entwickelt ein kleiner Teil der Betroffenen auch neurologische Symptome.
In Tierversuchen wurden bereits Virusbestandteile im Gehirn infizierter Tiere nachgewiesen. Nun haben Forschende aus der Schweiz an Gehirnorganoiden aus menschlichen Zellen genauer untersucht, wie sich das Affenpocken-Virus im zentralen Nervensystem verhält und welche Schäden es hervorrufen kann. Dabei zeigte sich, dass sich der Erreger entlang der Neurite von Neuron zu Neuron ausbreitet und zur Bildung von „neuritic beads“ führt. Diese perlenförmigen Verdickungen sind auch ein Kennzeichen neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer und gehen dem Absterben der Nervenzellen voraus. Entsprechend führte die Infektion mit dem Affenpocken-Virus auch in den untersuchten Hirnorganoiden zu einem signifikanten Absterben von Nervenzellen, allerdings ohne dass das umliegende Gewebe geschädigt wurde. Doch die Forschenden haben auch gute Nachrichten: Mit dem antiviralen Medikament Tecovirimat konnten sie die Viruslast in ihren Modellen deutlich senken, weshalb sie darin einen potenziellen Therapieansatz für schwere Mpox-Fälle sehen.
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