Ausgabe 28/2025

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Mittwoch, 09. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

obwohl Infektionen mit dem Affenpocken-Virus, wie sie in jüngster Zeit immer wieder beobachtet wurden, zumeist mit nur milden Symptomen einhergehen, entwickelt ein kleiner Teil der Betroffenen auch neurologische Symptome.

In Tierversuchen wurden bereits Virusbestandteile im Gehirn infizierter Tiere nachgewiesen. Nun haben Forschende aus der Schweiz an Gehirnorganoiden aus menschlichen Zellen genauer untersucht, wie sich das Affenpocken-Virus im zentralen Nervensystem verhält und welche Schäden es hervorrufen kann. Dabei zeigte sich, dass sich der Erreger entlang der Neurite von Neuron zu Neuron ausbreitet und zur Bildung von „neuritic beads“ führt. Diese perlenförmigen Verdickungen sind auch ein Kennzeichen neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer und gehen dem Absterben der Nervenzellen voraus. Entsprechend führte die Infektion mit dem Affenpocken-Virus auch in den untersuchten Hirnorganoiden zu einem signifikanten Absterben von Nervenzellen, allerdings ohne dass das umliegende Gewebe geschädigt wurde. Doch die Forschenden haben auch gute Nachrichten: Mit dem antiviralen Medikament Tecovirimat konnten sie die Viruslast in ihren Modellen deutlich senken, weshalb sie darin einen potenziellen Therapieansatz für schwere Mpox-Fälle sehen.

Die Details zur Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Kann das Affenpockenvirus das menschliche Gehirn infizieren?

Kann das Affenpockenvirus das menschliche Gehirn infizieren?

Eine neue Studie unter der Leitung von Forschenden des Instituts für Virologie und Immunologie (IVI) und der Universität Bern, Schweiz, in Zusammenarbeit mit dem Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) und dem Bundeslabor Spiez zeigt, dass sich das Affenpockenvirus in Hirnorganoiden ausbreiten und den Tod neuronaler Zellen verursachen kann.

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Kasuistiken: Migräne hat viele Gesichter

Weniger Migränetage, geringere Schmerzlast, mehr Lebensqualität - Vyepti® (Eptinezumab) zeigt in Studien1-7 und Real-World Daten, welches Potenzial der intravenöse CGRP-Antikörper für Patient:innen mit Migräne entfalten kann – sowohl beim Erst-Einsatz als auch beim Wechsel von einem anderen CGRP-Antikörper.

Fachinformation | Referenzen

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Inflammaging scheint nur in Industrienationen aufzutreten

Die altersbedingte Zunahme chronischer Entzündungen – auch Inflammaging genannt – ist kein universeller Aspekt des menschlichen Alterns, sondern eher ein Phänomen von Gesellschaften in Industrieländern. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam in einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature Aging“ veröffentlicht wurde.

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VYVGART jetzt als Fertigspritze zur Selbstapplikation*

VYVGART ist nun auch als s.c. Fertigspritze zusätzlich zur Standardtherapie zugelassen und gibt Menschen mit AChR-Ak-positiver generalisierter Myasthenia gravis ein Stück Unabhängigkeit: Die Fertigspritze ist mit wenigen Handgriffen gebrauchsfertig und kann von Patient:innen selbst oder Pflegepersonen verabreicht werden1,* – ob zuhause oder auf Reisen.

Pflichtangaben & Quellen

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Synapsen in der Großhirnrinde reagieren empfindlicher als jene im hinteren Teil des Gehirns

Synapsen in der Großhirnrinde reagieren empfindlicher als jene im hinteren Teil des Gehirns

Forschende des Carl-Ludwig-Instituts der Universität Leipzig haben herausgefunden, dass die synaptische Signalübertragung zwischen Gehirnzellen im Kortex bereits bei geringen Mengen von Kalzium-Ionen sehr zuverlässig funktioniert. Im hinteren Hirnbereich ist das anders.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Höherer Bildungsstand und beschleunigte Tau-Akkumulation bei Alzheimer-Krankheit.
JAMA Neurology, 07.07.2025

Immersive VR-gestützte Therapie zur Behandlung anhaltender auditiver verbaler Halluzinationen bei Patienten mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen in Dänemark: Die Assessor-maskierte, randomisierte klinische Challenge-Studie.
The Lancet Psychiatry, 02.07.2025

Umstellung von intravenösen Komplementkomponente-5-Inhibitoren auf subkutanes Zilucoplan bei generalisierter Myasthenia gravis: Eine offene Phase-IIIb-Studie.
Ther Adv Neurol Dis, 05.07.2025

Zusammenhang zwischen kardialen Biomarkernstrukturellen Veränderungen im Gehirn und kognitiven Beeinträchtigungen: Ergebnisse der Hamburger Gesundheitsstudie.
Neurology, 03.07.2025

 
 

Zielgerichtete Therapie der Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis in Sicht – Mit Potenzial für die Demenztherapie

Eine tierexperimentelle Studie konnte die Bindungsstelle von pathogenen Autoantikörpern, die eine Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis auslösen, genauer identifizieren und einen Antikörper testen, der exklusiv an dieser Subdomäne des NMDA-Rezeptors angreift. Da Anti-NMDA-Rezeptor-Antikörper auch bei Demenzen eine Rolle spielen, gibt der Antikörper der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zufolge Anlass zur Hoffnung auf eine Demenztherapie.

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Polio in Deutschland: Bestehen bereits Ansteckungsketten?

Polio in Deutschland: Bestehen bereits Ansteckungsketten?

In deutschem Abwasser werden nach wie vor Polioviren nachgewiesen. Heißt das, dass es hierzulande bereits Übertragungen der potenziell tödlichen Krankheit gibt?

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KURZMELDUNGEN:

Forschende des Uniklinikums Würzburg haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der die Bildung schädlicher Tau-Ablagerungen in den Axonen von Neuronen verhindern könnte. Für die Weiterentwicklung dieses Therapieansatzes erhält das Team den mit 500.000 Euro dotierten m4 Award des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.
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Am 1. Juli ist in Schleswig-Holstein das Projekt „Kompetenzzentrum Psychiatrische und Psychologische Justizgutachten“ (KPJ) gestartet. Ein wichtiger Teil des neuen Kompetenzzentrums ist eine Vermittlungsstelle, um qualifizierte Sachverständige auf Anfragen aus der Justiz zu vermitteln.
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TERMINE:

Kopfschmerzupdate Frankfurt 2025
30. August 2025
Frankfurt

Deutscher Schlaganfallkongress 2025
4. – 6. September 2025
Berlin

DGN-Special Neuroimmunologie
8. – 9. September 2025
Frankfurt a. M.

50. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie und 21. Fortbildungsakademie
2. – 4. Oktober 2025
Bern, Schweiz

 
 

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