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Mikroglia sind vielbeschäftigte Gehirnzellen: Sie beseitigen Abfallstoffe und Zellreste, unterstützen die neuronale Plastizität und bekämpfen Erreger. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat nun noch eine weitere Aufgabe der kleinsten Gliazellen aufgeklärt und zeigt, dass sie maßgeblich an der Aufrechterhaltung des Kapillartonus im Gehirn und damit für die Versorgung der Neuronen mit Sauerstoff und Nährstoffen beteiligt sind. An genetisch veränderten Mäusen ohne Mikroglia stellten die Forschenden eine signifikante Verringerung des Kapillardurchmessers und des Flusses roter Blutkörperchen fest, was auf eine vasodilatatorische Regulation durch Mikroglia hindeutet. Vermittelt wird diese Funktion durch die Cyclooxygenase-1, einem Enzym mit bekannter vasodilatatorischer Wirkung, das vorwiegend von Mikroglia exprimiert wird. Die Wissenschaftler hoffen nun, auf Basis dieser Erkenntnisse Durchblutungsstörungen des Gehirns künftig durch gezielte Beeinflussung der Mikroglia verbessern und damit möglicherweise auch neurodegenerative Erkrankungen lindern oder gar verhindern zu können.
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