Ausgabe 29/2025

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Mittwoch, 16. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

Mikroglia sind vielbeschäftigte Gehirnzellen: Sie beseitigen Abfallstoffe und Zellreste, unterstützen die neuronale Plastizität und bekämpfen Erreger. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat nun noch eine weitere Aufgabe der kleinsten Gliazellen aufgeklärt und zeigt, dass sie maßgeblich an der Aufrechterhaltung des Kapillartonus im Gehirn und damit für die Versorgung der Neuronen mit Sauerstoff und Nährstoffen beteiligt sind. An genetisch veränderten Mäusen ohne Mikroglia stellten die Forschenden eine signifikante Verringerung des Kapillardurchmessers und des Flusses roter Blutkörperchen fest, was auf eine vasodilatatorische Regulation durch Mikroglia hindeutet. Vermittelt wird diese Funktion durch die Cyclooxygenase-1, einem Enzym mit bekannter vasodilatatorischer Wirkung, das vorwiegend von Mikroglia exprimiert wird. Die Wissenschaftler hoffen nun, auf Basis dieser Erkenntnisse Durchblutungsstörungen des Gehirns künftig durch gezielte Beeinflussung der Mikroglia verbessern und damit möglicherweise auch neurodegenerative Erkrankungen lindern oder gar verhindern zu können.
Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Mikroglia sorgen für den richtigen Kapillartonus im Gehirn

Mikroglia sorgen für den richtigen Kapillartonus im Gehirn

Forschende der University of Virginia School of Medicine in Charlottesville, USA, zeigen in einer aktuellen Studie die Bedeutung der Mikroglia für die Funktion der Kapillaren im Gehirn. Durch gezielte Beeinflussung der Immunzellen hoffen sie, neurodegenerative Erkrankungen künftig lindern oder verhindern zu können.

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Advertorial

Parkinson: Wann auf eine nicht-orale
Folgetherapie umstellen?

In der 10. Episode von „Weise diskutiert“ tauschen sich Expert*innen darüber aus, welche Patient*innen von einer nicht-oralen Folgetherapie wie PRODUODOPA® profitieren können: bei 5 oder mehr Einnahmezeitpunkten von Levodopa, 2 oder mehr Stunden OFF-Symptomen oder 1 oder mehr Stunden störenden Dyskinesien pro Tag sollte eine Umstellung in Erwägung gezogen werden.1 

Referenzen | Pflichttext

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Neurone, die später gebildet werden, reifen schneller

Forschende am Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz haben die Entwicklung hemmender Nervenzellen in Mäusen untersucht und einen Mechanismus entdeckt, der das neuronale Gleichgewicht im Gehirn fördert.

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Hirntumoren trotz kleiner Gewebemengen oder begrenzter Zeit sicher klassifizieren

Hirntumoren trotz kleiner Gewebemengen oder begrenzter Zeit sicher klassifizieren

Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg haben neue Analysemethoden für besondere Herausforderungen der Tumordiagnostik entwickelt. Die Methodiken beschreiben sie in „Nature Medicine“ und „Nature Cancer“.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Zusammenhang zwischen Statineinnahme und dem Risiko einer Subarachnoidalblutung: Eine Fall-Kontroll-Studie unter Verwendung groß angelegter Daten aus Leistungsansprüchen.
Stroke, 08.07.2025

GLP-1-Rezeptoragonisten bei idiopathischer intrakranieller Hypertonie.
JAMA Neurology, 14.07.2025

Real-World-Ergebnisse nach dualer Thrombozytenaggregationshemmung bei leichtem bis mittelschwerem ischämischem Schlaganfall mit Infarkt im vorderen gegenüber dem hinteren Kreislauf: Eine READAPT-Studie mit Propensity-Score-Matched-Analyse.
Ther Adv Neurol Dis, 12.07.2025

Zusammenhang zwischen Medikamenteneinnahme und Acht-Jahres-Sterberisiko bei Patienten mit Parkinson-Krankheit: Emulation einer medikamentenübergreifenden Studie.
Neurology, 11.07.2025

 
 

Delir bei Intensivpatienten nach Schlaganfall häufig

In einer monozentrischen Kohortenstudie aus den USA wiesen 44 Prozent der intensivmedizinisch behandelten Patienten nach einem kürzlich erlittenen Schlaganfall ein Delir auf. Am höchsten waren die Inzidenzraten bei Patienten mit intrazerebraler Blutung.

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KI denkt wie wir – und könnte unser Denken besser erklären

KI denkt wie wir – und könnte unser Denken besser erklären

Forschende von Helmholtz Munich haben eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die menschliches Verhalten erstaunlich präzise simuliert. Das Sprachmodell „Centaur“ wurde auf Basis von mehr als zehn Millionen Entscheidungen aus psychologischen Experimenten trainiert – und trifft Entscheidungen auf ähnliche Weise wie echte Menschen.

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KURZMELDUNGEN:

Für die Abgabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) künftig strengere Regeln gelten.
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Das Klinikum Nürnberg leitet in Kooperation mit dem Universitätsspital Basel, Schweiz, eine europaweite Studie, in der untersucht wird, ob sich Patienten von einem schweren Schlaganfall besser erholen, wenn sie nach dem „One-Stop“-Prinzip behandelt werden.
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TERMINE:

Deutscher Schlaganfallkongress 2025
4. – 6. September 2025
Berlin

DGN-Special Neuroimmunologie
8. – 9. September 2025
Frankfurt a. M.

11. Stuttgarter Symposium der AMSEL
20. September 2025
Stuttgart / online

50. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie und 21. Fortbildungsakademie
2. – 4. Oktober 2025
Bern, Schweiz

 
 

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