Ausgabe 13/2025

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Mittwoch, 26. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

epidemiologische und Assoziationsstudien haben in der Vergangenheit immer wieder auf einen Zusammenhang zwischen der Sonneneinstrahlung sowie dem Vitamin-D-Spiegel und dem Risiko für Multiple Sklerose (MS) hingedeutet, auch wenn die Ergebnisse nicht immer konsistent waren. Französische Wissenschaftler haben die Wirkung von hochdosiertem oralen Vitamin D3 auf die Krankheitsaktivität bei Patienten mit klinisch isoliertem Syndrom (CIS), dem mutmaßlich ersten Symptom einer MS, nun in einer klinischen Studie untersucht. Dabei zeigte sich, dass bei Studienteilnehmern, die das Sonnenvitamin über zwei Jahre einnahmen, Schübe oder in der Bildgebung nachweisbare neue Läsionen signifikant später auftraten als bei den Kontrollpatienten. Vergleichbare Effekte der Vitamin-D-Gabe fanden die Forschenden auch bei Personen, welche die McDonald-Diagnosekriterien für eine schubförmig remittierende Multiple Sklerose erfüllten, aber noch keine krankheitsmodifizierende Immuntherapie erhalten hatten.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie folgert aus diesen Ergebnissen, dass Vitamin D die Krankheitsprogression nicht nur beim CIS, sondern auch in der Frühphase der MS signifikant verlangsamen kann. Von einer eigenmächtigen Einnahme hoher Vitamin-D-Dosen oder gar dem Abbruch einer immunmodulierenden Therapie zugunsten des Vitamins rät die Fachgesellschaft aber dringend ab – zu inkonsistent ist die Datenlage trotz der Studienergebnisse noch immer.

Die Details zur Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Verlangsamt Vitamin D die Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose im Frühstadium?

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Cholecalciferol in einer Dosierung von 100.000 IU (internationale Einheiten) alle zwei Wochen zeigt in einer aktuellen Studie beim klinisch isolierten Syndrom, der Erstmanifestation einer Multiplen Sklerose, einen Effekt, der mit dem einer krankheitsmodifizierenden Immuntherapie vergleichbar ist. Experten der DGN warnen jedoch davor, Vitamin D in hohen Dosierungen ohne ärztliche Überwachung einzunehmen.

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Sie haben die Wahl! In der Behandlung von Morbus Fabry.

Morbus Fabry ist eine seltene lysosomale Speichererkrankung mit neurologischen Symptomen und Komplikationen. Elfabrio® (Pflichttext): Enzymersatztherapie weitergedacht. Sie haben die Wahl.

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Stärker als Heroin: So gefährlich sind Forschungschemikalien

Mit sogenannten Forschungschemikalien werden immer mehr Todesfälle in Verbindung gebracht. Noch erscheint das Problem klein. Doch das könnte sich bald ändern. 

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Neu: Gesetzlicher Anspruch auf ärztliche Zweitmeinung vor Karotis-Revaskularisation

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung vom 20. März beschlossen, dass gesetzlich Versicherte vor einer Operation zur Behandlung einer Karotisstenose Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung haben.

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Wie ein Entzündungsbotenstoff Alzheimer befeuert

Das Immunsystem des Gehirns trägt über den Entzündungsbotenstoff IL-12 ursächlich dazu bei, dass sich Alzheimer verschlimmert. Den genauen Mechanismus beschreiben Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max Delbrück Center jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Aging“.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Suizidgedanken und -verhaltensweisen bei Erwachsenen mit Tinnitus: Systematischer Review und Metaanalyse.
Laryngoscope, 11.03.2025

Die lokale Mikroumgebung unterdrückt die Synergie zwischen Bestrahlung und Anti-PD1-Therapie bei Hirnmetastasen nach Brustkrebs.
Cell Rep 2025 Mar 17;44(3):115427.

Einfluss der Elektrodendichte auf die intrakranielle Anfallslokalisierung: Eine einfachverblindete, randomisierte Crossover-Studie.
EBioMedicine 2025 Mar:113:105606.

Sicherheit und Wirksamkeit einer Langzeitbehandlung mit Gantenerumab bei dominant vererbter Alzheimer-Demenz: Eine offene Erweiterung der multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-II/III-Plattform-Studie DIAN-TU.
The Lancet Neurology 2025;24(4):316–330.

 
 
 
Psychosomatik: Eine Gummihand lindert den Schmerz

Psychosomatik: Eine Gummihand lindert den Schmerz

Wird die eigene Hand versteckt und blickt man stattdessen auf eine Gummihand, nimmt man diese unter bestimmten Bedingungen als Teil des eigenen Körpers wahr. Was klingt wie ein Jahrmarktstrick, könnte Forschenden der Ruhr-Universität Bochum zufolge künftig Schmerzpatienten helfen.

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KURZMELDUNGEN:

Aktuell wertet das Bundesgesundheitsministerium die Testphase der elektronischen Patientenakten (ePA) aus und zeigt sich zuversichtlich, mit dem bundesweiten Rollout der Anwendung zu Beginn des zweiten Quartals starten zu können.
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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fördert ein Projekt der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und des LMU Klinikums in München zur strukturierten fachärztlichen Migräneversorgung mit mehr als fünf Millionen Euro.
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TERMINE:

Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V.
2. – 5. April 2025
Bremen

33rd European Congress of Psychiatry
05. – 08. April 2025
Madrid, Spanien

AAN Annual Meeting 2025
05. – 09. April 2025
San Diego, USA

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik (DGLN) 2025
16. – 17. Mai 2025
Graz, Österreich

 
 

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