Ausgabe 48/2025

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Mittwoch, 26. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
wo habe ich nur wieder meine Brille hingelegt? Kleine Schusseligkeiten wie diese passieren jedem – doch sie können auch ein frühes Warnsignal für Alzheimer sein. Forschende haben nun in einem Mausmodell ein Protein entdeckt, das Astrozyten nicht nur dazu anregt, Amyloid-Plaques abzubauen, sondern auch die kognitiven Funktionen schützt. Um welches Protein es sich genau handelt und was die Ergebnisse für zukünftige Therapien bedeuten, lesen Sie in dieser Ausgabe.
Eine alternative Herangehensweise kommt aus der Schweiz: dort untersuchten Forschende ein Protein in C. elegans, das bestimmte Eiweiße wie Amyloid unschädlich machen kann, indem es sie verklebt – ähnlich wie Käse Nudeln zusammenhält. Wir erklären, wie das funktioniert und welche Rolle „die richtigen Gewürze“ für die Entwicklung neuer Therapieansätze spielen.
Außerdem stellen wir die neue Software „Jaxley“ vor, die Gehirnsimulationen ermöglicht, neuronale Prozesse nachbildet und anspruchsvolle kognitive Aufgaben lösen kann. Und wir werfen einen Blick auf neu entdeckte genetische Ursachen für ADHS – mit Folgen, die weitreichender sind als ein bisschen Zappeligkeit.
Von kleinen Alltagsmomenten bis zu großen Entdeckungen – begleiten Sie uns durch die spannendsten aktuellen Entwicklungen der Neurowissenschaften.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Astrozyten erhalten kognitive Funktionen in einem Alzheimer-Mausmodell

Astrozyten erhalten kognitive Funktionen in einem Alzheimer-Mausmodell

Ein Forschungsteam aus den USA untersucht, wie Astrozyten bei Alzheimer-Mäusen Amyloid-Plaques abbauen und so die kognitive Funktion erhalten. Im Fokus steht das Protein Sox9, das die Aktivität der Astrozyten steuert und deren Fähigkeit zur Plaque-Beseitigung beeinflusst.

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GNP und WMS 2025: Aktuelles vom
Kongressherbst

Im Anschluss an die spannenden und informativen Tage bei GNP und WMS 2025 haben wir die neuesten Erkenntnisse und Studiendaten der beiden Kongresse zusammengestellt. Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen die Highlights unseres Industrie-Symposiums zum Thema „Aktuelle Therapieansätze bei neuromuskulären Erkrankungen“ vom GNP in Bern und des NMD-Expertenmeetings vom WMS in Wien.

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Wie das Prinzip von Käsenudeln gegen Alzheimer hilft

Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben untersucht, wie Spermin – ein kleines Molekül, das viele Prozesse in den Zellen des Körpers reguliert – Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson vorbeugt. Es macht bestimmte Eiweiße unschädlich, indem es ähnlich wirkt wie Käse, der Nudeln miteinander verklebt. Die Erkenntnis könnte den Autoren zufolge zukünftig helfen, solche Krankheiten zu bekämpfen.

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Praxis-Tipp: AQUIPTA® wirtschaftlich verordnen

Ist AQUIPTA® (Atogepant) verordnungs- und erstattungsfähig?
Dr. jur. Gerhard Nitz, Fachanwalt für Medizinrecht, stellt im Interview klar: „AQUIPTA® ist im zugelassenen Anwendungsgebiet zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnungsfähig.“ Es bestehen keine produktspezifischen Verordnungseinschränkungen.

Fachinformation AQUIPTA®

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Software optimiert Simulationen des Gehirns

Software optimiert Simulationen des Gehirns

Ein Forschungsteam der Universität Tübingen entwickelt neue Software „Jaxley“ zur Simulation des Gehirns mithilfe künstlicher Intelligenz.

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MAVENCLAD®: 9 von 10 Patientena nach
4 Jahren frei von PIRA1

Aktuelle Daten zu MAVENCLAD® (Cladribin-Tabletten) zeigten einen hohen Anteil an Multiple-Sklerose-Patientena, die nach 4 Jahren – und damit auch in der behandlungsfreien Zeit – frei von schubassoziierter Verschlechterung (ca. 94%)b, schubunabhängiger Progression (ca. 90%)c und Behinderungsakkumulation (ca. 84%)d waren.1 Die Hirnatrophierate war vergleichbar mit der Allgemeinbevölkerung.2,3

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Seltene genetische Varianten erhöhen das ADHS-Risiko deutlich

Eine internationale Studie zeigt: Seltene genetische Varianten erhöhen das ADHS-Risiko, indem sie die Gehirnentwicklung beeinflussen. Dadurch verschieben sich Bildungs- sowie kognitive Leistungen bei ADHS-Betroffenen.

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Einsatz von BRIVIACT® in der frühen Kombinationstherapie

Aktuelle 12-Monats-Interimsdaten der Real-World-Studie BRITOBA unterstreichen den klinischen Nutzen von Brivaracetam in der frühen Kombinationstherapie bei fokaler Epilepsie im Hinblick auf Anfallskontrolle und Verträglichkeit. Zudem zeigten sich positive Effekte von BRIVIACT® auf weitere patient:innenrelevante Faktoren wie Lebensqualität und Alltagsfähigkeit.1,2

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Tiefe Hirnstimulation hilft bei therapieresistenter schwerer Depression

Tiefe Hirnstimulation hilft bei therapieresistenter schwerer Depression

Eine neue Studie zeigt, dass tiefe Hirnstimulation bei etwa der Hälfte der Patienten mit therapieresistenter schwerer Depression zu Verbesserungen führt. Forscher identifizierten ein Hirnmuster, das den Behandlungserfolg vorhersagen könnte.

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RYSTIGGO®: Wirtschaftlich und flexibel bei gMG

Die Behandlung der generalisierten Myasthenia gravis (gMG) erfordert eine starke Therapie, Flexibilität in der Anwendung und Wirtschaftlichkeit in der Verordnung.1-4
RYSTIGGO® ist zugelassen als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für erwachsene Anti-AChR- oder Anti-MuSK-Ak-positive gMG-Patient:innen4 und als bundesweite Praxisbesonderheit gemäß §130b SGB V anerkannt.1

Fachinformation | Pflichttext | Referenzen

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Das Ungleichgewicht zwischen Östradiol und Progesteron in der Perimenopause erhöht das Alzheimer-Risiko über eine Dysregulation des ERRα-Signalwegs und eine Dyshomöostase des Energiestoffwechsels.
Nat Commun 22.11.2025

Strukturelle und funktionelle Veränderungen des Gehirns im Zusammenhang mit Schmerzen bei Parkinson-Krankheit.
NPJ Parkinsons Dis 21.11.2025

Die Sox9-Regulation der Hexokinase 1 kontrolliert neuroinflammatorische Astrozyten-Subtypen in einem Rattenmodell für neuropathische Schmerzen.
Nat Commun 2025;16(1):10249.

Krankheitsverlauf in Abhängigkeit vom Erkrankungsalter bei Patienten mit Myasthenia gravis.
Neurology 2025;105(12):e214428.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Eine bundesweite Erhebung zeigt: Junge Menschen in Deutschland entwickeln immer häufiger suchtartige Muster bei der Nutzung sozialer Medien, die ihre psychische Gesundheit belasten.
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Eine internationale Kooperation untersucht, wie sich kindliche neurologische Erkrankungen mithilfe 3D-biogedruckter künstlicher Synapsen ohne Tierversuche besser verstehen lassen.
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Große Sprachmodelle können Überschneidungen und Redundanzen in klinischen Fragebögen zu psychischen Erkrankungen feststellen, um die Diagnosestellung zu verbessern.
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TERMINE:

25. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
3. – 5. Dezember 2025
Hamburg

19th European Headache Congress
3. – 6. Dezember 2025
Lissabon, Portugal

D-A-CH-Tagung Neuroreha 2025
4. – 6. Dezember 2025
Freiburg

20. Deutscher Wirbelsäulenkongress
10. – 12. Dezember 2025
Wiesbaden

Düsseldorfer Neurologiesymposium 2025
13. Dezember 2025
Düsseldorf

 
 

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