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Liebe Leserinnen und Leser,
Immuntherapeutika sind aus der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) nicht mehr wegzudenken. Doch die Therapieerfolge haben auch einen Preis: Durch den Eingriff ins Immunsystem der Patienten sind diese anfälliger für Infektionen. Daher empfehlen die Leitlinien zur MS-Therapie einen vollständigen Grundimpfschutz für alle MS-Patienten und zusätzliche indikationsspezifische Impfungen je nach Grad der Immunsuppression. Die Realität sieht jedoch anders aus, wie eine aktuelle Beobachtungsstudie des Jenaer Uniklinikums zeigt: Die Forschenden fanden bei den untersuchten MS-Patienten eine eigenen Angaben zufolge „besorgniserregend“ niedrige Durchimpfungsrate selbst bei denjenigen, die hochwirksame MS-Therapien erhielten. Als Ursache hierfür identifizierten die Wissenschaftler die Unsicherheit vieler Hausärzte, die wegen möglicher Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten Bedenken haben, ihre MS-Patienten zu impfen. Die Studienautoren empfehlen daher die Einrichtung spezialisierter Impfzentren für MS-Betroffene, eine bessere Schulung und Aufklärung von Hausärzten würde jedoch in der Breite wirken.
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