Ausgabe 06/2025

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Mittwoch, 05. Februar 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

Immuntherapeutika sind aus der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) nicht mehr wegzudenken. Doch die Therapieerfolge haben auch einen Preis: Durch den Eingriff ins Immunsystem der Patienten sind diese anfälliger für Infektionen. Daher empfehlen die Leitlinien zur MS-Therapie einen vollständigen Grundimpfschutz für alle MS-Patienten und zusätzliche indikationsspezifische Impfungen je nach Grad der Immunsuppression. Die Realität sieht jedoch anders aus, wie eine aktuelle Beobachtungsstudie des Jenaer Uniklinikums zeigt: Die Forschenden fanden bei den untersuchten MS-Patienten eine eigenen Angaben zufolge „besorgniserregend“ niedrige Durchimpfungsrate selbst bei denjenigen, die hochwirksame MS-Therapien erhielten. Als Ursache hierfür identifizierten die Wissenschaftler die Unsicherheit vieler Hausärzte, die wegen möglicher Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten Bedenken haben, ihre MS-Patienten zu impfen. Die Studienautoren empfehlen daher die Einrichtung spezialisierter Impfzentren für MS-Betroffene, eine bessere Schulung und Aufklärung von Hausärzten würde jedoch in der Breite wirken.

Die Details zur Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Impfschutz bei Multipler Sklerose besorgniserregend niedrig

Impfschutz bei Multipler Sklerose besorgniserregend niedrig

Obwohl bei ihnen eine besondere Gefahr für Infektionen besteht, sind Menschen mit Multipler Sklerose häufig nicht entsprechend der Fachempfehlungen geimpft. Eine Beobachtungsstudie des Jenaer Uniklinikums identifiziert die Zurückhaltung der behandelnden Hausarztpraxen als einen Grund dafür und empfiehlt die Einrichtung von MS-Impfzentren.

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Schützt eine Vitamin-D-Supplementation vor
Depressionen?

Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Depressionen hin. Vor diesem Hintergrund untersuchte eine große prospektive, placebokontrollierte Studie den Effekt einer Langzeitsupplementation mit Vitamin D auf das Auftreten depressiver Symptome. Dabei ergab sich jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen der Vitamin-D- und der Placebo-Gruppe.

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Cannabidiol reduziert das Verlangen nach Alkohol bei alkoholerkrankten Menschen

Eine Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) zeigt, dass Cannabidiol (CBD) bei alkoholerkrankten Menschen das Verlangen nach Alkohol verringern kann. Damit erbringen die Wissenschaftler den ersten Beleg dafür, dass der Cannabiswirkstoff bei Alkoholproblemen helfen könnte. 

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Antidepressiva verringern Angstzustände, aber Langzeitwirkung bleibt unklar

Antidepressiva verringern Angstzustände, aber Langzeitwirkung bleibt unklar

Ein neuer Cochrane-Review bestätigt, dass Antidepressiva die Symptome der generalisierten Angststörung (GAD) unter Studienbedingungen wirksam reduzieren, obwohl es nur begrenzte Daten zur Langzeitanwendung gibt.

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Wie Long-COVID Betroffene einschränkt

Für die baden-württembergische Langzeitstudie EPILOC (Epidemiologie von Long Covid) haben Forschende in den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm mehr als 1500 ehemals Infizierte nachuntersucht und festgestellt: Zwei Drittel der am Post-COVID-Syndrom leidenden Patienten haben sich auch im zweiten Jahr ihrer Erkrankung kaum erholt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Neuromodulation bei Kindern mit Hemiparese und perinatalem Schlaganfall: Eine randomisierte klinische Studie. JAMA Neurology, 03.02.2025

Erkennen und Behandeln von Alkoholmissbrauchsstörungen. N Engl J Med 2025;392:258–266.

Cannabidiol als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit arzneimittelresistenter Epilepsie: Systematischer Review und Meta-Analyse.
Ther Adv Neurol Dis, 28.01.2025

Langfristige Behandlung mit Ocrelizumab bei Patienten mit schubförmiger MS im Frühstadium: Neun-Jahres-Daten aus der Open-Label-Erweiterung der OPERA-Studien.
Neurology, 30.01.2025

 
 
 
Nervenstimulation: Das Hirn hört nicht immer zu

Nervenstimulation: Das Hirn hört nicht immer zu

Nervenstimulation kann bei verschiedenen Erkrankungen helfen. Das funktioniert aber nur dann gut, wenn man körpereigene Rhythmen dabei berücksichtigt, sagt eine Studie der TU Wien, Österreich.

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KURZMELDUNGEN:

Immer mehr junge Menschen in Deutschland missbrauchen starke Schmerzmittel wie Tilidin oder Oxycodon. In manchen Substitutionspraxen und Suchtkliniken beträgt der Anteil junger Personen zwischen 15 und 20 Prozent, wie das Münchner Institut für Therapieforschung berichtet.
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Neurologen (+6,8%), Psychotherapeuten (+4,3%) sowie Praxen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (+6,8%) haben im ersten Halbjahr 2024 einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen verzeichnet. Das geht aus Zahlen des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung hervor.
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TERMINE:

Internationales Krupp-Symposium zum juvenilen Schlaganfall
14. – 15. März 2025
Essen

27. Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke
19. – 21. März 2025
Gießen

13. Dreiländertagung der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für Epileptologie und der Schweizerischen Epilepsie-Liga
26. – 29. März 2025
Salzburg, Österreich

Sektionstage Frühjahr 2025 der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie
28. – 29. März 2025
Heidelberg

 
 

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