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Liebe Leserinnen und Leser,
die deutsche Version des ASRS-5 eignet sich als schnelles Screening-Instrument für ADHS in der hausärztlichen Versorgung. Mit nur sechs Fragen ermöglicht der Fragebogen eine Ersteinschätzung und unterstützt dabei, Verdachtsfälle frühzeitig zu identifizieren und gezielt weiterzuleiten. Entscheidend bleibt jedoch die Einbettung in das ärztliche Gespräch: Erst konkrete alltagsrelevante Beeinträchtigungen erlauben die Abgrenzung zwischen Normvariante und behandlungsbedürftiger Störung. Auch bei ausbleibender ADHS-Diagnose trägt das Screening zur differenzialdiagnostischen Abklärung unspezifischer Beschwerden bei und kann so die Versorgungsqualität erhöhen.
Die SMART-DECISION-Studie legt nahe, dass eine unbefristete Betablocker-Therapie nach Myokardinfarkt für stabile Niedrigrisikopatienten mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF) nicht immer nötig ist. In der untersuchten Population war das Absetzen der Betablocker nach mindestens einem Jahr hinsichtlich Mortalität, Reinfarkt und herzinsuffizienzbedingten Klinikeinweisungen nicht unterlegen. Die Daten unterstreichen, dass etablierte Therapien unter modernen Versorgungsbedingungen im Sinne einer patientenselektiven Strategie kritisch überprüft werden können. Zukünftige Studien sollten klären, ob und wann es sicher ist, Betablocker bei Hochrisikogruppen, Frauen und Personen mit leicht verminderter LVEF abzusetzen.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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